Bei der Bewältigung der Herausforderungen globaler Handels- und Lieferketten setzt die Branche auf einen engen Schulterschluss von Staat, Zivilgesellschaft und Unternehmen. Nur gemeinsam können die sozialen und ökologischen Produktionsbedingungen in bestimmten Lieferländern nachhaltig verbessert werden. Dies bekräftigten heute Ingeborg Neumann, Präsidentin des Gesamtverbandes der deutschen Textil- und Modeindustrie, und Josef Sanktjohanser, Präsident des Handelsverbandes Deutschland, anlässlich des Jahrestages der Gründung des Bündnisses für nachhaltige Textilien.
Das Bündnis könne zur Aktionsplattform für eine Allianz werden, die sich auf internationaler Ebene für eine nachhaltige textile Lieferkette einsetzt. „Deshalb engagieren sich Unternehmen und Wirtschaftsverbände für den Erfolg des Projekts“, sagt Ingeborg Neumann. Nach dem Beitritt der beiden Dachverbände und zahlreicher Unternehmen aus Handel und Industrie im Juni hätten die Verbände eine Informationskampagne aufgesetzt und systematisch über Ziele und Inhalte des Textilbündnisses informiert. Seitdem konnten mehr als 60 Unternehmen als neue Bündnismitglieder geworben werden, teilt der Einzelhandelsverband Deutschland (HDE) mit.
Die Textilwirtschaft strebe eine möglichst breite internationale Verankerung an, um genügend Schubkraft für Verbesserungen in den Produktionsländern und Wettbewerbsgleichheit zu ermöglichen. „Hier ist auch die Politik gefragt, den zwischenstaatlichen Prozess zum Erfolg zu führen“, sagt Josef Sanktjohanser. Deshalb sei für die Arbeitsgruppen des ’Textilbündnisses‘ ein ambitionierter Zeitplan vereinbart worden.