schuhkurier: Herr Dr. Händle, welche Aufgaben hat Ihr Unternehmen aktuell zu lösen?
Matthias Händle: Zu den Herausforderungen unserer Zeit gehören ohne Zweifel das Internet mit seinen variablen Preisen und das Thema Couponing. Es stellt sich auch für uns die Frage, wie wir im stationären Handel damit umgehen. Außerdem halten wir neben dem Onlinehandel gerade auch den vertikalen Textilhandel und seine zunehmend wichtigere Rolle im Schuhsegment für eine gravierende Herausforderung. Ich bin überzeugt: Onliner werden das Thema Schuhe nicht ertragreich umsetzen können – Vertikale aber durchaus. Wir haben es mit Zara & Co. mit neuen, sehr starken Spielern im Markt zu tun, insbesondere im modischen Bereich. Es muss uns allen klar sein, dass sich die Marktanteile weiter verschieben werden – nicht nur in Richtung Onlinehandel, sondern auch in Richtung der Vertikalen.
sk: Wie stellen Sie sich dieser Situation?
M. H.: Die typische Zara-Kundin werden wir nicht gänzlich für uns gewinnen können. Was wir aber leisten können, das ist, ihr andere Themen, andere Sortimentsbereiche zu präsentieren. Dazu ist es erforderlich, dass wir unsere Geschäfte moderner und größer darstellen. Außerdem werden wir uns vertikaler aufstellen. Auch aus diesem Grund haben wir in unser Labor in Osnabrück investiert. Wir müssen anders mit unseren Lieferanten zusammenarbeiten. Auch das Thema der Marken spielt in diesem Zusammenhang eine wichtige Rolle. Jetzt haben wir Chiemsee neu im Boot. Die Stärke unseres Unternehmens ermöglicht es uns, solche Maßnahmen zu realisieren. Sie können sich vorstellen, dass es Zeiten gibt, in denen Marken im Ergebnis nicht unbedingt begeistern. Dennoch halten wir das Thema für unverzichtbar, um uns für die Zukunft zu rüsten.
Das vollständige Interview lesen Sie in schuhkurier Ausgabe 38.