Das Modeunternehmen Hugo Boss hat im ersten Halbjahr 2025 unter einer zurückhaltenden Konsumstimmung gelitten, insbesondere in Asien. Der Umsatz sank im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 1 % auf rund 2 Mrd. Euro. Hauptursache war die weiterhin schwache Nachfrage in China. Dennoch fiel das zweite Quartal etwas positiver aus: Hier verzeichnete das Unternehmen ein leichtes Umsatzplus von 1 %, getragen durch eine stärkere Nachfrage in Europa und Nordamerika.
Trotz der leicht rückläufigen Erlöse insgesamt konnte das operative Ergebnis (EBIT) um 2 % auf 142 Mio. Euro zulegen. Der Nettogewinn stieg ebenfalls und lag mit 82 Mio. Euro über dem Vorjahreswert von 75 Millionen. Die Geschäftszahlen übertrafen die Erwartungen von Analysten. Die Jahresprognose wurde vom Unternehmen bestätigt.
In Europa erzielte Hugo Boss vor allem in Deutschland und Frankreich währungsbereinigt ein Umsatzwachstum, das schwächere Zahlen aus Großbritannien ausglich. Auch in den USA zog die Nachfrage nach einem schwierigen Jahresstart wieder leicht an. In Asien hingegen sorgte das nachlassende Geschäft in China für ein Minus von 5 %.
Im Sortiment zeigte sich ein gemischtes Bild: Während die Männermode der Marke Boss mit einem Plus von 5 % zulegen konnte, entwickelten sich die Marken Hugo sowie die Boss-Womenswear rückläufig – mit Umsatzrückgängen von 12 % beziehungsweise 8 %. Das Unternehmen reagiert mit einer Fokussierung auf Kernsegmente, einer gestrafften Produktpalette und gezielteren Vertriebsmaßnahmen.
CEO Daniel Grieder betonte, dass das Unternehmen trotz des schwierigen Marktumfelds Kurs halte und den langfristigen Markenaufbau vor kurzfristige Gewinne stelle. Effizienzsteigerungen und konsequente Kostenkontrolle hätten zur positiven Ergebnisentwicklung beigetragen.