Im zweiten Quartal sank der Umsatz gegenüber dem Vorjahreszeitraum nominal um 10 % auf 905 Mio. Euro. Währungsbereinigt betrug das Minus 9 %. Das operative Ergebnis (EBIT) ging um 28 % auf 59 Mio. Euro zurück. Der auf die Anteilseigner entfallende Nettogewinn verringerte sich um 29 % auf 33 Mio. Euro.
Besonders deutlich fiel der währungsbereinigte Umsatzrückgang im zweiten Quartal in der Region EMEA mit 13 % aus. In Amerika lagen die Erlöse 1 % unter dem Vorjahr, in der Region Asien/Pazifik betrug das Minus 5 %. Die Marke Boss verzeichnete einen Rückgang von 8 %, Hugo setzte währungsbereinigt 14 % weniger um.
Auch die Vertriebskanäle entwickelten sich rückläufig. Im eigenen Einzelhandel einschließlich der selbst betriebenen digitalen Angebote sank der Umsatz währungsbereinigt um 8 % auf 565 Mio. Euro. Die digitalen Eigenumsätze gingen um 18 % auf 64 Mio. Euro zurück. Im Großhandel erzielte Hugo Boss mit 320 Mio. Euro währungsbereinigt 10 % weniger. Das Unternehmen führt diese Entwicklung unter anderem auf eine selektivere Auswahl von Vertriebspartnern und Sortimenten sowie auf das vorsichtige Orderverhalten des Handels zurück.
Im gesamten ersten Halbjahr belief sich der Konzernumsatz auf 1,81 Mrd. Euro. Das entspricht einem nominalen Rückgang von 10 % und einem währungsbereinigten Minus von 8 %. Das EBIT sank um 34 % auf 94 Mio. Euro, der auf die Anteilseigner entfallende Nettogewinn um 39 % auf 50 Mio. Euro.
Fortschritte meldet das Unternehmen bei der Bruttomarge und beim Bestandsmanagement. Die Bruttomarge stieg im zweiten Quartal um 2 Prozentpunkte auf 64,9 %. Die Vorräte lagen währungsbereinigt 15 % unter dem Vorjahreswert. Für das Gesamtjahr bestätigt Hugo Boss seine Prognose: Der währungsbereinigte Umsatz soll im mittleren bis hohen einstelligen Prozentbereich sinken, das EBIT zwischen 300 und 350 Mio. Euro erreichen.