Natürlich hätten sich viele Aussteller mehr Betriebsamkeit auf den Gängen gewünscht. Gleichwohl hat die ILM vom 2. bis 4. September 2023 ihre Bedeutung als wichtigstes Order-Event der Lederwaren-Branche unterstrichen. Besucher aus 54 Ländern informierten sich nach Angaben der Messe Offenbach über die Kollektionen für F/S 2024.
„In anspruchsvollen Zeiten wie diesen benötigen wir eine verlässliche Messe. Die ILM ist für uns nicht nur eine Orderveranstaltung, sondern vor allem auch der ideale Ort, um mit unseren Kunden intensive Gespräche zu führen“, sagt Christiane Brunk, Geschäftsführerin von Braun Büffel.
„Zuverlässige Marken und Produkte geben in turbulenten Zeiten Sicherheit. Das gilt auch für eine Messe. Wir brauchen die ILM. Wir treffen hier an drei Tagen rund 300 europäische und internationale Besucher – und schreiben auch viele Aufträge“, ergänzt Jan-Oliver Nannen, Geschäftsführer von Titan/Travelite.
Positives Feedback auch vom Taschenhersteller Abro: „Wir hatten eine super Messe. Die Kunden haben uns teilweise überrannt. Die Mode wird insgesamt schicker, angezogener und eleganter. Von den sehr lauten Farben geht es im Sommer 2024 hin zu edlen Tönen, hier vor allem zu Pastellen, aber auch zu Jeansblau und Orange“, erläutert Stefan Bruder.
Themen wie Digitalisierung, Nachhaltigkeit und innovative, praxisorientierte Konzepte beschäftigen die Branche. „Durch Sichtbarkeit sowie den Aufbau einer persönlichen Beziehung können sich Händler ein Stammpublikum erarbeiten“, führt Georg Picard von Picard Lederwaren aus. Vor allem Social Media biete den Unternehmer vergleichweise günstige Möglichkeiten. Es sei „eine Kunst, ,Fans‘ zu verführen“. Doch wer das verstehe, dem biete die Lederwarenbranche ein „cooles Arbeitsfeld“, ist der Unternehmer überzeugt.