Preisfrage
Nahezu jede Händlerin und jeder Händler muss sich deshalb besonders gut überlegen, wie die Order in diesem Segment durchgeführt werden soll. Nicht zuletzt, weil der Damenschuhbereich besonders preissensibel ist. So geben fast genau 70% der Befragten an, dass dieser Bereich besonders von Preiserhöhungen betroffen ist. Damit ist das Damenschuhsegment deutlich am stärksten von den Erhöhungen betroffen. Die dadurch am weitesten verbreiteten Durchschnittspreislagen belaufen sich auf zwischen 80 bis 100 Euro. Diese Preisbereiche sind bei rund 38% der Befragten vertreten. Doch viele Händler trauen sich auch jenseits der 100-Euro-Marke. So gibt jede vierte Händlerin bzw. jeder vierte Händler an, Preislagen zwischen 100 bis 120 Euro zu bedienen. Die Preislagen 60 bis 80 Euro und 120 bis 140 Euro werden gleichermaßen von jeweils 10% der Befragten bedient. Diese Kombination aus hohen Preislagen und den parallel steigenden Preisen spiegelt sich auch im Orderverhalten der Händlerinnen und Händler wider. Rund jeder dritte Befragte möchte demnach die Order im Damenschuhsegment etwas verringern, weitere 8% sogar deutlich. Dagegen plant ein weiteres Drittel, die Order ähnlich wie im letzten Jahr zu gestalten. Ganze 15% planen allerdings, die Order sogar ein wenig auszubauen. Hier sehen einige Händlerinnen und Händler noch Potenzial. Trotz der unterschiedlichen Orderpläne plant die Mehrheit (rund zwei Drittel der Befragten), das Damenschuhsegment im Geschäft nicht zu verändern. Selbst bei reduzierter Order soll der Anteil an Damenschuhen bei diesen Händlerinnen und Händlern in etwa gleichbleiben. Dennoch gibt es auch hier Stimmen, die anders vorgehen. Manche sehen sich gezwungen, andere planen eine grundlegende Umverteilung im Geschäft: Rund 27% der Befragten geben an, den Damenschuhanteil im Geschäft zu reduzieren. Ein ähnliches Verhältnis ist auch in den Angaben zur Vororder zu beobachten.
Im Damenschuhsegment macht die Vororder selten weniger als 50% des Gesamtanteils aus. Bei rund 47% der Befragten liegt der Anteil der Vororder bei zwischen 50% und 75%. Bei einem Drittel liegt dieser Wert sogar bei über 75%. Ein Verhältnis, das sich in Zukunft vermutlich nicht weiter durchsetzen kann. Denn sehr viele Händlerinnen und Händler planen bereits eine geringere Vororder zugunsten von mehr Nachorder. Dies ist bei knapp der Hälfte der Befragten der Fall, während die andere Hälfte keinen Änderungsbedarf sieht bzw. keine Änderungen vorhat. Nur vereinzelte Läden planen eine größere Vororder und damit eine Verringerung der Nachorder (rund 3%).
Wo geordert wird
Über die Orderlocation herrscht dagegen relative Einstimmigkeit. 80% der befragten Händlerinnen und Händler ordern in den entsprechenden regionalen SOCs. Mit größerem Abstand folgen die Messetermine der Verbundgruppen. Hier dominiert die Messe der ANWR, gefolgt von den Order-Events des SABU. Auch Haustermine spielen eine zentrale Rolle bei vielen Unternehmen und werden von jedem dritten Befragten wahrgenommen. Weitere Messen werden ebenfalls gerne besucht; geordert wird jedoch nur in bestimmten Locations. Hier ist die Shoes in Düsseldorf mit 18% die wichtigste Messe zum Ordern.