Die Inflationsrate in Deutschland – gemessen als Veränderung des Verbraucherpreisindex zum Vorjahresmonat – lag laut Statistischem Bundesamt (Destatis) im Mai 2026 bei +2,6 %. Damit hat sich die Teuerung der Verbraucherpreise insgesamt abgeschwächt, nachdem sie im April 2026 bei +2,9 % und im März 2026 bei +2,7 % gelegen hatte. Die Europäische Zentralbank strebt mittelfristig eine Inflationsrate von 2,0 % an. Gegenüber dem Vormonat April 2026 sanken die Verbraucherpreise im Mai 2026 um 0,2 %.
„Die Inflationsrate war im Mai 2026 etwas niedriger als in den Monaten davor. Die Energiepreise blieben infolge des Iran-Kriegs auf einem hohen Niveau, wenngleich der seit Anfang Mai geltende Tankrabatt die Teuerung abgemildert haben dürfte“, sagt Destatis-Präsidentin Ruth Brand. Die Preise für Energieprodukte insgesamt lagen im Mai 2026 um 6,6 % höher als im Mai 2025, die Inflationsrate ohne Energie lag bei +2,2 %. Die Inflationsrate ohne Berücksichtigung von Nahrungsmitteln und Energie, häufig auch als Kerninflation bezeichnet, lag im Mai 2026 bei +2,5 % und damit knapp unter der Gesamtteuerung. Die Preise für Bekleidung und Schuhe sind gegenüber Mai 2025 um 0,4 % gestiegen, gegenüber April 2026 um 0,4 % gesunken.