Die Intersport Deutschland will neue Wege in Sachen Ressourcenschonung gehen: Gemeinsam mit dem niederländischen Unternehmen Fast Feet Grinded testet die Gruppe ein Recyclingkonzept für gebrauchte Schuhe. In über 75 Filialen von 17 Intersport-Händlerinnen und -Händlern stehen seit April 2025 Sammelboxen bereit, in denen Kundinnen und Kunden ihre abgetragenen Schuhe abgeben können – unabhängig von der Marke.
Fast Feet Grinded zerlegt die gesammelten Schuhe mithilfe eines eigens entwickelten Verfahrens in ihre Einzelbestandteile wie Gummi, Schaumstoffe und Textilien. Diese Materialien werden anschließend für neue Produkte genutzt – beispielsweise für Ladeneinrichtungen, Sportböden oder als Dämmstoff.
„Wir möchten praktische Lösungen anbieten, die einen konkreten Beitrag zur Ressourcenschonung leisten und gleichzeitig für den Kunden einfach zu nutzen sind. Die Zusammenarbeit mit FastFeetGrinded zeigt, wie sich Materialkreisläufe im Handel testweise integrieren lassen – messbar, transparent und praxistauglich“, erklärt Henriette Tesch, COO der Intersport Deutschland eG. „Mit dem gemeinsam den Ansatz mit Fast Feet Grinded werden Kundinnen und Kunden ganz unkompliziert Schuhe los, die sie nicht mehr benötigen, und tragen zu einem Kreislaufsystem bei, in dem Ressourcen geschont werden.“
Auch von Seiten des Recyclingpartners wird die Kooperation als zukunftsweisend eingeschätzt. „Bei Fast Feet Grinded haben wir das weltweit erste voll funktionsfähige System zum Recycling aller Arten von Schuhen entwickelt, von Flip-Flops bis hin zu Fußballschuhen. Gemeinsam mit Intersport Deutschland reden wir nicht nur über Kreislaufwirtschaft, wir setzen sie auch um“, sagt Danny Pormes, CEO und Gründer von Fast Feet Grinded. „Diese Partnerschaft ist ein wichtiger Meilenstein: Sie macht die Rücknahme in den Geschäften zu einer echten Kreislaufwirtschaftsmaßnahme und nicht nur zu einem Marketingversprechen. Jedes gesammelte Paar bedeutet weniger Abfall, weniger Emissionen und mehr Rohstoffe für die Zukunft des Sports und der Leistung.“
Seit dem Start der Pilotphase konnten bereits über 600 Paar Schuhe recycelt werden, was laut Angaben der Partner rund 1.050 Kilogramm CO₂ einspart. Unterstützt wird das Projekt unter anderem von den Markenpartnern Adidas, Nike und Brooks – dennoch können Schuhe aller Marken über die Sammelboxen entsorgt werden.
„Wir freuen uns über die ersten Reaktionen unserer Kundinnen und Kunden. Auf Basis der Erfahrungen der Pilotphase werden wir entsprechende Services weiter ausbauen“, betont Sascha Groß, Ressortleiter Category Management bei Intersport Deutschland eG. Perspektivisch soll das Angebot auf weitere Standorte ausgeweitet werden. Ziel ist es, das Recyclingkonzept flächendeckend in den stationären Handel zu integrieren.