„In 134 Jahren haben wir zwei Weltkriege, zwei Börsencrashs und drei Währungsreformen überlebt. Egal, was da draußen passierte, wir waren unverwüstlich“, wird Fanderl zitiert. „Selbst die Insolvenz vor fünf Jahren hat uns nicht umgebracht. Wir sind immer noch da.“ Die Zeitung berichtet von einer internen Mitschrift der ersten Führungskräftekonferenz des Unternehmens seit 18 Monaten in Essen. „Ich bin nicht hier, um unentschieden zu spielen. Ich bin hier, weil ich gewinnen will“, hat Stephan Fanderl demnach erklärt. „Ich bin hier, um zu beweisen, dass wir mit einem deutschen Warenhaus gemeinsam auf Sieg spielen können.“ Er betonte allerdings, Karstadt habe in den vergangenen Jahren „massiv Geld verloren“.
Generell müsse Karstadt für die Kunden „immer die erste Wahl“ sein. Dazu sollen die Sortimente künftig wieder umfangreicher werden: „Sich aus immer mehr Warengruppen zurückzuziehen, ist keine Warenhaus-Antwort.“ Dabei will Karstadt auch auf Partnerfirmen setzen, die führend in ihrem Bereich seien. Ziel sei es außerdem, den Kunden einen besseren Überblick auf den Verkaufsflächen zu ermöglichen. Auch beim Verkauf von Produkten aus den Bereichen Wohnen und Freizeit müsse die Warenhauskette ihre Chancen „konsequent nutzen“.