Für all jene, die mit dem Reselling limitierter Turnschuhe nicht vertraut sind, ist die Geschichte von Newcop wirklich erstaunlich. Mit 16 Jahren fing der spanische Sneaker-Fan David Camprubí an, sowohl für sich als auch zum Weiterverkauf an Einzelhändler (D2B) Sneakers aus limierten Auflagen zu kaufen: „Ich stand stundenlang Schlange vor den Läden der angesagtesten Labels um mir die ersten Paare zu sichern, bevor sie kurz darauf ausverkauft waren,“ erklärt David. Sein Gespür für den Kauf und Verkauf angesagter Modelle und die wachsende Nachfrage brachten ihn 2020 mit 20 Jahren dazu, den Reselling Marketplace Newcop zu gründen. Auf dieser Plattform fing der Jungunternehmer mit dem Direktverkauf an Endverbraucher an. „Für Leute, die mit dem Reselling von limitierten Sneakern nicht sehr vertraut sind, kann es ein schwieriges Unterfangen sein, denn die Schuhe können auch Fälschungen sein“, sagt der Gründer. Aber nicht nur das: Läden wie Newcop ersparen den sogenannten Sneakerheads, wie die Sammler und Liebhaber von Turnschuhen genannt werden, stundenlanges Warten vor den Läden. Newcop fing zunächst als Online-Store an, doch im April 2022 eröffnete Camprubí in Barcelona, dem Firmensitz, einen ersten stationären Laden, dem im Dezember ein weiterer in Madrid folgte. Das Besondere ist das Beschaffungsmodell. Camprubí kauft weder direkt von Fabrikanten, noch über Großhändler, sondern ausschließlich über ein Netzwerk von Sneaker-Jägern, die wie einst er selbst, in den Geschäften nach langem Anstehen die angesagtesten Modelle ergattern.