Seit 2016 versammelt Luka-Jonas Heske die Communitys rund um Sneaker und Fußballtrikots mit dem Markt- und Festival-Event Mesh & Laces an einem Ort. Im mittlerweile zehnten Jahr ist es das laut eigener Aussage größte Event dieser Art in Deutschland. Hier suchen Sneakerheads nach dem nächsten Lieblingsschuh und tauschen sich über ihr gemeinsames Hobby aus. Mittlerweile finden hier in einer Ecke für Retro-Videospiele und der Tauschbörse für Panini-Sticker auch andere Sammel-Communitys ihren Platz.
Dieses Mal boten Händler an über 100 Ständen insgesamt je 5.000 Schuhe und Trikots an. Zum zehnjährigen Jubiläum wurde das erste Mal die Eventlocation Strassenkickerbase des Fußballers Lukas Podolski bezogen und ein gemeinsam mit Hummel designtes Mesh & Laces-Trikot verkauft. Bei den trotz 40 Grad langen Schlangen und vollen Gängen war in Köln wenig vom Rückgang des Sneaker-Hypes zu spüren. schuhkurier hat im Anschluss mit dem Veranstalter Luka-Jonas Heske über die Entwicklung im Sneaker-Markt gesprochen.
schuhkurier: Sie haben in Köln das diesjährige Mesh & Laces-Festival ausgerichtet und gleichzeitig das zehnjährige Jubiläum gefeiert. Wie zufrieden sind Sie mit der Entwicklung und der Veranstaltung dieses Jahr?
Luka-Jonas Heske: Grundsätzlich bin ich mit dem Festival sehr zufrieden. Leider haben uns das Wetter und die klimatischen Bedingungen an dem Wochenende etwas zu schaffen gemacht, es war das heißeste Wochenende seit Jahrzehnten. Trotzdem hatten unsere Partner, Besucher und Aussteller einen richtig guten Tag. Das Mesh & Laces-Festival wird von Jahr zu Jahr professioneller. Köln war unser erstes Event in Nordrhein-Westfalen. Gestartet sind wir 2016 in Hannover, danach haben wir Hamburg ausprobiert und waren seit 2021 insgesamt fünfmal in Berlin.
Wirkt sich die Konsumzurückhaltung spürbar auf den Sneaker-Markt aus? Wird weniger für limitierte Sneaker oder Vintage-Modelle ausgegeben?
Generell merkt man auf jeden Fall eine Veränderung des Marktes. Es gibt nach wie vor Modelle wie die Travis Scott-Releases, die auch nach dem offiziellen Verkaufsstart noch sehr gefragt sind und hohe Resale-Preise erzielen. Viele andere Modelle lassen sich dagegen deutlich schwieriger verkaufen. Gute Beispiele sind der Yeezy 350, die Yeezy-Slides oder auch viele Nike-Dunks. Durch das mittlerweile riesige Angebot sind viele Käufer nicht mehr bereit, so viel Geld für Sneaker auszugeben wie noch vor einigen Jahren.
Welche Veränderungen bemerken Sie im Sneaker-Markt allgemein?
Aus meiner Sicht hat sich die Kaufmotivation der jüngeren Zielgruppe verändert. Heute ist einfach deutlich mehr verfügbar, viele Produkte werden in größeren Stückzahlen produziert und Exklusivität spielt dadurch eine geringere Rolle.
Welcher Sneaker-Typ ist aktuell angesagt? Welche Verschiebungen gibt es in den Trends?
Das lässt sich schwer pauschal beantworten. Im High-Fashion-Bereich gibt es natürlich immer wieder einzelne Ausreißer und Trends. Aber insgesamt sind die klassischen Modelle von Adidas und New Balance derzeit sehr beliebt.