Der Gläubiger-Ausschuss des insolventen Omnichannel-Händlers Klingel hat mit Zustimmung des Sachwalters Martin Mucha entschieden, dass die Unternehmensgruppe das Geschäft Ende Januar 2024 aufgibt. Trotz intensiver Bemühungen habe die Klingel-Gruppe, zu der unter anderem die Shops Klingel, Wenz und Mona gehören, keinen Investor finden können, der die Gruppe auf Basis der bereits ausgearbeiteten Sanierungskonzepte fortführen möchte. Bis zum Januar 2024 sollen alle Bestellungen regulär abgewickelt werden können. Auch der Retourenprozess soll bis Frühjahr 2024 sichergestellt sein.
Während die Gruppe insgesamt nicht übernommen werden kann, seien die Verantwortlichen bereits in Gesprächen mit Investoren, die einzelne Marken, Onlineshops, Kundenlisten oder andere Online-Shops übernehmen wollen. Ein Betriebsübergang soll dabei nicht möglich sein. Die K-Mail Order GmbH, die Hauptgesellschaft der Gruppe, hat 1.300 Mitarbeitende, die von der Entscheidung betroffen sind. Zu Verfahrensbeginn waren es noch 1.600.
Unabhängig von dem Ende der Klingel-Gruppe soll es für die Gesellschaft Schneider noch eine Zukunft geben können. Sie soll im Eigenverwaltungsverfahren weiter laufen und es gebe Gespräche mit Investoren. Das Aus der dritten Gesellschaft Impressionen sei bereits schon vor Insolvenzantragstellung beschlossen gewesen.