Die Sommerware ist überwiegend erfolgreich abgeflossen, das Wetter hat meist auch gepasst. In den Lägern ist viel Platz für neue Ware. Gut so, Haken dran.
Die aufgelaufenen Zahlen geben sicher keinen Anlass zu Luftsprüngen, aber eine Katastrophenstimmung ist eben auch nicht angesagt. Das war in der jüngeren Vergangenheit oftmals anders, als die gesamte Branche dem nahen Untergang geweiht schien – inklusive der entsprechenden Szenarien.
Diese letzten, schwierigen Saisons stecken den Akteuren in Handel und Industrie noch im Nacken, die Herausforderungen sind nach einer Serie positiver Dekaden nicht plötzlich verschwunden – und doch tut es gut, am Ende einer Saison unbeschwert durchatmen und neue Kraft tanken zu können. Schließlich wird es auch in den kommenden Wochen, Monaten und Jahren notwendig sein, immer wieder „mehr“ zu tun.
Mitte August sprach SABU-Chef Stephan Krug von einem „befriedigenden“ Abschluss der Sommer-Saison, der mit Blick auf den weiteren Jahresverlauf Anlass zu „vorsichtigem Optimismus“ geben würde. Auf der Campus Second zogen die Verantwortlichen der ANWR nach. Auch hier herrschte Zuversicht. „Wir gehen nicht mit einem Minus ins zweite Halbjahr – es steht 1:0“, erklärte Vorstand Fritz Terbuyken.
Ganz klar: Von einer knappen Führung zur Pause kann sich keine Fußball-Mannschaft dieser Welt etwas kaufen. Gewonnen ist das Spiel damit noch lange nicht. Pokale werden nicht in der Halbzeitpause vergeben. Es wartet eben noch die zweite Halbzeit – und mit ihr jede Menge Stolpersteine. Umso wichtiger ist es, jetzt nicht nachzulassen. Notwendige Veränderungen sollten nicht aufgeschoben, sondern umso energischer verfolgt und umgesetzt werden.
Ein wichtiger Stimmungstest für die Branche ist die Gallery Shoes, die Anfang September in Düsseldorf stattfindet. Diese Messe sollte sich niemand entgehen lassen. Ein Besuch ist unbedingt empfehlenswert. Insbesondere in unruhigen Zeiten wie diesen sind Informationen und ein umfassender Marktüberblick unverzichtbar, um sich den entscheidenden Vorteil gegenüber dem Wettbewerb verschaffen zu können. Mehr wissen, mehr sprechen, mehr ent-
decken – darauf kommt es an.
Wir sehen uns in Düsseldorf!