Was haben Christian Hoppe, Peter Bangelmeier und Anna Heimann gemeinsam? Der Geschäftsführer des Filialisten Klauser, der Inhaber des Traditionshauses Eiler im österreichischen Linz und die Gründerin des Kinderschuhladen in Potsdam waren vergangene Woche beim Kongress schuhhandel*2025 dabei. Sie berichteten über ihre Erfahrungen, ihre Herausforderungen und die Chancen, die sie im Markt sehen. Die drei reihten sich ein in eine Vielzahl spannender Beiträge und Gespräche während des Kongresstages. Und diese zeigen durchweg: In der Schuhbranche ist ordentlich Bewegung. Es gibt jede Menge Ideen und kluge Konzepte. Es gibt ein enormes Maß an Kreativität und Durchhaltevermögen. Und: Die Unternehmerinnen und Unternehmer dieser Branche sind keine Träumer, sondern Menschen, die etwas ausprobieren und erreichen wollen.
Behäbigkeit oder gar Tristesse, wie sie mancher Beobachter speziell im Schuhhandel wahrzunehmen meint – Fehlanzeige. Beim Kongress schuhhandel*2025 wurde auch deutlich: Alleine erreicht man einiges, aber möglicherweise nicht genug. Es ist daher unerlässlich, Partnerschaften einzugehen, um nachhaltig erfolgreich zu sein.
Partnerschaft heißt aber nicht, sich auf die simple „Lös’ mein Problem“-Position zurückzuziehen. Es bedeutet vielmehr, Verständnis für das Gegenüber zu zeigen, zugleich aber auch die eigenen Vorstellungen darzulegen und gemeinsam an Kompromissen und guten Lösungen zu arbeiten. So sieht beispielsweise Christian Hoppe durchaus, dass er selbst die wichtigsten Stellschrauben drehen muss. Die Industrie müsse aber, so fordert er, mit innovativen Kollektionen, Mut zu Mode und Farbe und partnerschaftlichen Konzepten ihren Beitrag leisten.
So etwas kann gelingen, wenn man miteinander spricht: auf Augenhöhe, zugewandt und ehrlich. Und dafür ist ein Kongress eine gute Plattform. Offen für alle, die dabei sein wollen – und zugleich ein geschützter Raum, in dem man auch vertrauensvoll in den Dialog gehen und gegebenenfalls auch eine intensivere Zusammenarbeit anbahnen kann. Das alles stimmt hoffnungsvoll: Da geht noch was im Schuhbusiness!