Die Verbraucherstimmung gibt infolge des Iran-Kriegs abermals nach. Dies zeigen die aktuellen Ergebnisse des GfK-Konsumklimas, das von NIQ/GfK und dem Nürnberg Institut für Marktentscheidungen (NIM), Gründer der GfK, herausgegeben wird. Der Indikator sinkt für Mai um 5,2 Punkte auf -33,3 Punkte (April revidiert: -28,1). Vor allem die Einkommenserwartungen brechen ein und sind um 18,1 Punkte auf -24,4 Punkte gefallen. Die Anschaffungsneigung und die Sparneigung sinken beide leicht auf -14,4 Punkte (Anschaffungsneigung im März: -10,9 Punkte) bzw. 16,1 Punkte (Sparneigung im März: 18,5 Punkte). Die Konjunkturerwartung, die nicht in das Konsumklima einfließt, sinkt auf -13,7 Punkte (Konjunkturerwartung im März: -6,9 Punkte). „Die Verbraucherstimmung gibt nochmal deutlich stärker nach als im Vormonat und liegt nun bei -33,3 Punkten. Dies ist der niedrigste Wert seit Februar 2023“, erklärt Rolf Bürkl, Head of Consumer Climate beim NIM. „Die Einkommenserwartungen brechen infolge der gestiegenen Inflation regelrecht ein. Und vor diesem Hintergrund erachten die Menschen auch den Zeitpunkt für größere Anschaffungen derzeit als weniger günstig.“
Die Inflationsrate ist im März infolge der Verteuerung der Energiepreise durch den Irankrieg von 1,9 % auf 2,7 % gestiegen, wodurch die Verbraucher mehrheitlich erneut mit Preissteigerungen rechnen. Zwar stieg der Indikator zu den Preiserwartungen im April etwas weniger stark als noch im März, wofür die rückläufigen Preise an den Zapfsäulen verantwortlich sein dürften. Dennoch ist das Niveau des Indikators im Vergleich zu Beginn des Jahres erhöht.