Die Bundesbürger sehen die heimische Konjunktur auch im späten Frühjahr 2017 klar im Aufwind, heißt es in der aktuellen Analyse der GfK. Dies belege der Anstieg der Konjunkturaussichten im Mai auf ein neues Zwei-Jahres-Hoch. Davon könne auch die Einkommenserwartung mit einem weiteren Anstieg auf ohnehin sehr hohem Niveau profitieren. „Die Anschaffungsneigung büßte zwar ihre Gewinne aus dem Vormonat wieder ein, erzielte aber auch im Mai im historischen Vergleich einen hohen Wert und belegt damit ebenfalls die gute Stimmung unter den Verbrauchern“, heißt es weiter.
Mehr Geld für Anschaffungen
Eine auf Wachstumskurs befindliche Wirtschaft sowie glänzende Beschäftigungsaussichten lassen die Arbeitnehmer optimistisch in die Zukunft blicken. Die Angst vor Jobverlust ist nach wie vor sehr gering und damit die Planungssicherheit entsprechend groß. Folglich steht den Verbrauchern auch mehr Geld für größere Anschaffungen zur Verfügung. Nach 10,2 Zählern im Mai prognostiziert GfK für Juni einen Anstieg auf 10,4 Punkte. Damit befindet sich die Konsumstimmung in Deutschland wieder klar im Aufwärtstrend.
Risiken aus den USA
Risiken drohen für die Verbraucher in erster Linie durch mögliche wirtschaftspolitische Schocks von außen, wie zum Beispiel verstärkte protektionistische Tendenzen in den USA. Sollten die Exporte durch Handelsschranken bzw. höhere Zölle für Deutschland erschwert werden, könnte dies dazu führen, dass vor allem Beschäftigte in stark exportorientierten Unternehmen wieder stärker um ihren Job fürchten. Die Folge wäre eine größere Zurückhaltung bei Anschaffungen. Dies würde unmittelbar das Konsumklima beeinträchtigen.