Welche Bilanz ziehen Sie für die erste Jahreshälfte 2016?
Wir sind zufrieden, die Entwicklung ist positiv. In Deutschland konnten wir ein Plus in Höhe von 8,5% verzeichnen, das auf die sehr gute Vororder für Herbst/Winter und das Nachsortierungsgeschäft zurückzuführen ist. In den vergangenen Jahren haben wir in den Ausbau des Nachordergeschäfts investiert – das macht sich nun bezahlt. Auch in Österreich ist die Entwicklung mit einem Zuwachs um 10% erfreulich. Außerhalb der Region DACH haben wir ein ausgeglichenes Ergebnis erzielt.
Setzen die Händler verstärkt auf ’sichere Häfen‘ oder steigt der Mut zum Risiko?
Lloyd ist natürlich grundsätzlich ein sicherer Hafen. Aber es ist tatsächlich nicht so, dass das Wachstum aus Standard-Artikeln kommt. Vielmehr wird die Entwicklung von den modischen Artikeln getragen. Der Handel ordert nun Themen und Modelle, an die er sich vor fünf Jahren noch nicht herangetraut hätte.
Was erwarten Sie von der zweiten Jahreshälfte?
Auch wenn die Situation im Handel wahrlich nicht einfach ist, bin ich dennoch vorsichtig optimistisch. Ich sage vorsichtig, weil ich bereits im vergangenen Jahr gedacht hatte, dass das zweite Halbjahr positiv verlaufen würde. Leider habe ich mich geirrt. Ich hoffe aber, das es in diesem Jahr anders kommt.
Lloyd hat im Februar einen Markenshop auf Amazon eröffnet. Warum?
Viele unserer Kunden verkaufen Lloyd-Schuhe über Amazon. Um für eine einheitliche und markengerechte Präsentation zu sorgen, haben wir den Markenshop eingerichtet. So wird Lloyd auf dieser weltweit größten Produktsuchmaschine angemessen dargestellt.
Ein aktuelles Branchenthema ist die elektronische Regalverlängerung – auch für Lloyd?
In der Tat überarbeiten wir aktuell unsere gesamten Onlineaktivitäten. Dazu gehört auch das Thema elektronische Regalverlängerung. Wir werden voraussichtlich Mitte nächsten Jahres ein Konzept präsentieren.