In der aktuellen Frühjahrsanalyse der gemeinsam mit dem italienischen Branchenverband Altagamma erstellten „Luxury Goods Worldwide Market Study“ heißt es, beide Kategorien stünden weiterhin unter Druck, befänden sich jedoch auf einem verbesserten Entwicklungspfad: „Der Luxusmarkt stabilisiert sich, doch das ist keine Rückkehr zum alten Rhythmus, sondern die Entstehung eines neuen“, sagt Claudia D’Arpizio, Senior Partnerin bei Bain & Company und Hauptautorin der Studie.
Für den Gesamtmarkt der persönlichen Luxusgüter, zu dem neben Schuhen und Lederwaren unter anderem Bekleidung, Schmuck, Uhren und Kosmetik zählen, erwartet Bain 2026 im Basisszenario ein Wachstum zwischen 2 und 4 %. Das Marktvolumen könnte damit von 358 Mrd. Euro im Jahr 2025 auf 365 bis 373 Mrd. Euro steigen. Bain beziffert die Wahrscheinlichkeit dieses Szenarios auf 70 %.
Das erste Quartal verlief allerdings noch schwach. Die Umsätze mit persönlichen Luxusgütern lagen zu aktuellen Wechselkursen zwischen 3 und 5 % unter dem Vorjahresniveau. Für das zweite Quartal rechnet die Unternehmensberatung mit einer leichten Verbesserung. Rund 60 % der untersuchten Luxusanbieter übertrafen im ersten Quartal bereits ihre jeweiligen Vorjahreswerte.
Regional entwickelt sich der Markt uneinheitlich. Während die Nachfrage in den USA wächst, bleibt Europa vorerst ein Schwachpunkt. In China legten die Onlineumsätze mit Luxusgütern im ersten Quartal deutlich zu. Bekleidung entwickelte sich dort laut Bain jedoch etwa doppelt so dynamisch wie Lederwaren.