Der weltweite Luxusmarkt dürfte nach Einschätzung von McKinsey bis 2030 ein Volumen von rund 700 Mrd. US-Dollar erreichen. Zugleich bewerten Kundinnen und Kunden Luxus zunehmend nicht nur nach Status, Exklusivität und Markenbekanntheit, sondern auch nach emotionaler Relevanz, persönlicher Ansprache und Qualität des Einkaufserlebnisses.
Die gemeinsam mit The Business of Fashion erstellte Studie basiert auf Befragungen von mehr als 2.000 Luxuskundinnen und -kunden in den USA und China. Dabei zeigen sich deutliche regionale Unterschiede. In den USA gewinnen jüngere und neue Marken an Bedeutung, während etablierte Luxushäuser in China weiterhin einen Vertrauensvorsprung genießen. Dort spielen persönliche Beratung und private Einkaufstermine eine besonders wichtige Rolle.
Auch digitale Plattformen, Wiederverkaufsangebote, soziale Netzwerke und KI-Anwendungen verändern die Suche nach Luxusprodukten. Sie werden zunehmend für Inspiration, Vergleiche und Kaufentscheidungen genutzt.
Für international tätige Marken besteht die Herausforderung darin, eine einheitliche Identität zu bewahren und zugleich stärker auf lokale Bedürfnisse einzugehen. Persönliche Betreuung, relevante Erlebnisse und die Verbindung digitaler und stationärer Kontaktpunkte dürften damit weiter an Bedeutung gewinnen.