Im Zuge der Geschäftsaufgabe der Deichmann-Tochter Myshoe standen alle bestehenden Filialen zur Disposition. Majo-Schuhe habe sich als Käufer für die drei Standorte in Bad Vilbel, Friedrichsdorf und Groß-Gerau durchgesetzt, teilt das Unternehmen aus Kelkheim mit. Alle Mitarbeitenden der drei Filialen werden übernommen. Über die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen der Transaktion haben beide Seiten Stillschweigen vereinbart.
Joachim Majowski, Eigentümer von Majo-Schuhe, äußerte sich erfreut über die Einigung: „Nach fairen und konstruktiven Gesprächen freuen wir uns, dass wir uns mit Myshoes schnell einigen konnten. Diese Übernahme bietet uns die Möglichkeit, unsere Präsenz in der Region weiter auszubauen und unseren Kunden ein noch breiteres Sortiment anzubieten.“
Das Unternehmen Majo-Schuhe wurde im Jahr 1969 gegründet. Seinerzeit eröffneten Edeltraud und Karl-Heinz Majowski ein Schuhgeschäft in Eschborn bei Frankfurt am Main. Heute führt Joachim Majowski, der Sohn des Gründerpaares, zusammen mit seiner Frau und dem gemeinsamen Sohn das Unternehmen und beschäftigt in mittlerweile neun Filialen (Angabe der Homepage), darunter Standorte in Hanau, Aschaffenburg und Oberursel, rund 100 Mitarbeitende.
Ende November vergangenen Jahres hatte der Essener Filialist Deichmann angekündigt, das Konzept Myshoes einstellen zu wollen. Von dieser Entscheidung betroffen waren 61 Filialen in Deutschland und 29 in Österreich. Man gehe diesen Schritt aufgrund „langjähriger und mittlerweile erheblicher Verluste“, teilte Deichmann seinerzeit gegenüber schuhkurier mit. Bis Ende Dezember diesen Jahres sollen die Standorte geschlossen werden.