„Endlich“, hat sicher mancher geseufzt, als vergangenen Donnerstag die Nachricht über die Ticker kam: Gabor ist verkauft. Investor ist die Arklyz-Gruppe, der Schuhbranche spätestens seit der Übernahme des Sulinger Schuhanbieters Lloyd bekannt.
Monatelang war gemunkelt worden, dass Arklyz Interesse am Rosenheimer Schuhanbieter habe. Und monatelang haben offenbar die Verhandlungen zwischen dem potenziellen Investor und den Gabor-Inhabern gedauert. Mehrfach kursierten Gerüchte, die Sache sei nun unter Dach und Fach – um dann vom Gabor-Vorstand als haltlos zurückgewiesen zu werden. Nicht nur den deutschen Schuhhandel hat die Hängepartie beunruhigt. Schließlich ist Gabor ein wichtiger, für viele der wichtigste Lieferant.
Zur Saison F/S 2026 hat Gabor seinen neuen Markenauftritt gelauncht, begleitet von gestrafften und pointierten Kollektionen. Darauf hatte der Handel lange gewartet. Wird dieser Weg fortgesetzt oder wird der neue Investor anstreben, dem Schuhhersteller aus Rosenheim seinen eigenen Stempel aufzudrücken? Diese und viele weitere Fragen sind derzeit offen. Man darf gespannt sein, wie sich die Gabor-Story weiterentwickeln wird.