Ein ähnliches Stimmungsbild wie beim Sommerfest in Tabarca soll auch die Kollektion mit ca. 30 Artikeln für Damen und 13 Artikeln für Herren vermitteln. Espadrilles stehen nach wie vor im Fokus. Die vulkanisierten und weich verarbeiteten Modelle gibt es in ca. 40 Varianten von Velours, Leder, Metallic, Glitzer, Silber und Gold bis Leo und in zahlreichen Farben. Das Tieffußbett-Sortiment ist ähnlich aufgebaut. Die erste Auslieferung für das Sneaker-Sortiment erfolgt zu F/S 2024. Die Sneaker in weicher und komfortabler Verarbeitung sind in vielen Farbkombinationen erhältlich. Premiere feiert im Januar 2024 die Streetkollektion mit toughen Boots und Sneakern. „Wir kümmern uns auch um das Glück unserer Kunden, wenn die Sonne nicht mehr scheint“, beschreibt Juan Carlos Castaño die Idee. Zum Angebot für den Winter gehören außerdem witzig gemachte Hausschuhe und Rainboots. „Wir bieten jede Saison neue Varianten, ohne unsere Kunden zu überfordern“, erklärt Juan Carlos Castaño. Jede Verkaufssaison wird analysiert und basierend auf diesem Ergebnis die neue Kollektion aufgebaut. Die Preislagen sollen dem Schuhhandel eine 2,7- bis 3,0-er Kalkulation bieten. Die Programme sind frei einteilbar und die Renner der Saison ab Lager erhältlich. Viel investiert wird in das Marketing. Die farbenfroh inszenierten Messestände strahlen Fröhlichkeit und Unbeschwertheit aus. Während der letzten Micam in Mailand war der Verbenas-Stand mit Bougainvilleen geschmückt. Aktionen auf den Flächen gehören ebenfalls zur Marketingstrategie. Im Mai 2023 gab es bei Humanic ein Event mit aufwendiger Dekoration und DJ. Il Corte Ingles hatte etwa zum gleichen Zeitpunkt an vier Standorten eine Shopin-Shop-Aktion.
Die Spanier wollen Emotionen wecken, aber auch Gewinne erzielen. Verbenas ist in 60 Ländern mit insgesamt mehr als 4.000 Verkaufsstellen vertreten und erwartet für 2023 einen Absatz von 1 Mio. Paar Schuhen. „Damit übertreffen wir die Zahlen von 2022“, freuen sich die Brüder Castaño. Der wichtigste Absatzmarkt seien die DACH-Länder mit einem Umsatzanteil von 45%, es folgen Spanien, Frankreich, die Niederlande und Japan. Michael Gerlach, der die Marke über seine Agentur Brand Masters vertreibt, entdeckte sie 2015 auf der Expo Riva Schuh. Er fand die Espadrilles gut; man sei schnell mit den spanischen Schuhmachern ins Geschäft gekommen. Der Kontakt sei eng; viele Modelle würden gemeinsam entwickelt.