Seit Mitte November können Händler die drei Taschenmarken Emily & Noah, Suri Frey und Tamaris mittels EDI-Order aus ihrem Warenwirtschaftssystem heraus bei Meier Lederwaren bestellen, teilt das Offenbacher Unternehmen mit.
„Elvis“ steht für „Elektronische Lieferanten Verfügbarkeit im Warenwirtschaftssystem“ und harmonisiert den Bestand des teilnehmenden Händlers mit dem Warenbestand der jeweiligen Marke. Damit das sichergestellt werden kann, meldet Meier Lederwaren halbstündlich den aktuellen Warenbestand seiner an das European Clearing Center (ECC). Von dort aus werden die Bestände an die angebundenen Händler weitergegeben. Jetzt kann der Händler vor jeder Bestellung Fehlbestände und Lücken in seinem Sortiment mit dem Bestand und der Lieferfähigkeit der gewünschten Marke abgleichen. Für ihn ist auf einen Blick erkennbar, ob seine benötigten Artikel sofort lieferbar sind.
Yvonne Clauß, Vertriebsleiterin EDI/Flächenmanagement Meier Lederwaren, hofft auf einen Digitalisierungsschub. Da dieses Nachorder-Tool für alle Händler frei und ohne Test zugänglich sei und nur eine vorigen Saisonauftrag als Voraussetzung habe, hoffe sie, „dass sich noch viel mehr Händler trauen, sich von der Technik speziell bei der EDI unterstützen zu lassen und diese nutzen, um Bestellprozesse noch einfacher und übersichtlicher zu gestalten, gerade bei ergänzenden Sortimenten“.
Diese Prozessvereinfachung finde in der Schuhbranche nach erfolgreichem Testlauf eines Partners bereits großen Anklang. „Für die Taschenbranche sind wir mit Meier Lederwaren Vorreiter und bis dato das erste Unternehmen, das seinen Händlern diese Möglichkeit der Order bietet. Aber wir hoffen natürlich, dass die anderen Marken nicht lange auf sich warten lassen, denn wenn wir alle auf eine Lösung setzen, dann kann sich die Vereinfachung der Prozesse flächendeckend durchsetzen. Und damit wäre allen geholfen“, sagt Yvonne Clauß.