In einem Beitrag des BR machte eine Mengin-Mitarbeiterin „nicht mehr zeitgemäße Lieferantenverträge“ für die wirtschaftlichen Probleme verantwortlich. Was ist damit konkret gemeint?
Andreas Mengin: Das ist Unsinn. Gerüchte helfen uns nicht weiter.
Was sind die Gründe für die Probleme?
Andreas Mengin: Soweit wir das bis jetzt übersehen können, ist das Hauptproblem der Frequenzrückgang in den Innenstädten und großen Einkaufscentern. Onlineeinkäufe tun ein Übriges. Nehmen Sie als Beispiel die Rabattaktionen der großen Internet-Shops zum Saisonstart, die 20% im September/Oktober bieten. Ein Einzelhändler kann da schwer mithalten – die hohen Mieten in den Toplagen, in denen wir unsere Läden betreiben, lassen die Gewährung solcher Rabatte nicht zu.
Welche Rolle spielt die Konkurrenz durch Schuh Mücke?
Andreas Mengin: Konkurrenz belebt das Geschäft. Wir konzentrieren uns auf die Stärken von Schuh Mengin: die Familie Mengin lebt seit 100 Jahren für erstklassige Schuhe, für starke Sortimente und herzlichen Kundenservice. So soll es weitergehen.
Wie schätzen Sie die Chancen einer Fortführung des Unternehmens ein?
Dr. Dean Didovic: Wir analysieren jetzt in aller Ruhe die Situation und sehen dann, was zu tun ist, um das Unternehmen in eine gesicherte Zukunft zu führen. Die Chancen stehen gut.
Mit welchem Zeitrahmen rechnen Sie?
Dr. Dean Didovic: Bis Ende März sind die Prüfungen abgeschlossen, dann werden die bis dahin beschlossenen Sanierungsmaßnahmen zügig umgesetzt.