Bei diesem Termin präsentierten sich in den letzten Jahren neben der Goldkrone auch immer mehr Hersteller mit ihren Marken und Kollektionen.
Aus der Ausstellerschaft der ILM sei der Wunsch nach einer Orderveranstaltung in den Hallen der Messe zum gleichen Zeitpunkt wie die Assima-Messe gekommen, erläutert Arnd Hinrich Kappe, Geschäftsführer der Messe Offenbach, auf Nachfrage von LR die Initiative der Messe. Diesem Wunsch wolle er selbstverständlich nachkommen. “Die Einladungen sind raus.” Der Grundpreis entspreche dem, “der von der Assima bei der Musterung verlangt wird.”
Assima-Geschäftsführer Siegfried Despineux kann den Schritt der Messe Offenbach nicht nachvollziehen. Nachdem die Flash Order auf der Messe vor einigen Jahren nicht funktioniert habe, sei die Assima in Mainhausen mit einem adäquaten Konzept in die Lücke gestoßen, Orderveranstaltungen durchzuführen wie sie in der Schuh-, Sport- oder Modebranche ebenso üblich sind. “Das Konzept besticht durch ein hohes Maß an Bequemlichkeit und eine angenehme Atmosphäre, die ein effektives Arbeiten erlaubt”, hebt Despineux die Vorteile hervor. Das wisse der Handel zu schätzen. “Wir hatten eine immer größere Resonanz, nicht nur von Assima- und Goldkrone-Mitgliedern, sondern auch von unorganisierten Händlern, die ja ebenfalls herzlich in Mainhausen willkommen sind und von den Markenlieferanten auch eingeladen werden können.” Die Assima stelle sich daher auch dem Wettbewerb, “weil wir von unserem Konzept des Komforts und der kurzen Wege überzeugt sind.”
In diesem Zusammenhang verweist Despineux auf den aktuellen Anmeldestand für Januar: “Die Rückmeldungen sind sehr gut. Die ersten drei Hallen sind gebucht, und die wichtigen Marken kommen.” Dass die Assimisten neben ihrer Verbundgruppen-Messe eine Flash Order in Offenbach besuchen würden, glaubt Despineux nicht. “Das geht bei unserem Angebot an Marken schon rein zeitlich nicht. Die Lieferanten die nicht auf der ASSIMA-Messe ausstellen müssen dann halt Ihre Kunden im Nachgang individuell bearbeiten.”
Despineux kritisiert aber auch den Stil der Einladung der Messe Offenbach. Dort heißt es unter anderem, dass “sich die Aussteller im Messegelände besser aufgehoben fühlen als auf einer Musterung eines Einkaufsverbandes”. Despineux dazu: “Ich habe schon an den Formulierungen geschluckt, da man sich eindeutig gegen die Assima positioniert. Denn unsere Lieferanten fühlen sich bei uns sehr wohl. Sonst hätten wir nicht bei der letzten Messe 72 Marken präsentieren können.”
Hans Peter Stückler, Geschäftsführer der Goldkrone, äußerste sich ebenso kritisch zu dieser Entscheidung: “Meiner Meinung nach ist es sehr unglücklich, die neue Orderveranstaltung zur gleichen Zeit wie die Mainhausener Messe stattfinden zu lassen. Das ist nicht im Sinne der Lieferanten, die sicher in die Bredouille kommen werden. Für mich ist dies auch ein Versuch der Messe Offenbach, auf Konfrontationskurs zu gehen.”