Das momentan schwierige Umfeld im Einzelhandel stimmt auch den Kinderschuhhersteller traurig: „Sehr gute Kunden fallen weg wie z.B. Salamander/Delka in Österreich, Reno, Görtz mit Fragezeichen, aber auch Online-Pure Player wie Surf4Shoes oder Mytoys Ende des Jahres. Wir pflegen bestehende Kundenbeziehungen und wachsen aufgrund unserer guten Positionierung mit bestehenden Fachhandelskunden und sind der Fachhandelspartner schlechthin“, sagt Renner selbstbewusst, der anders als andere Kinderschuhmarken auch nicht Deichmann beliefert. Die Markenbekanntheit soll durch einen komplett neuen Webauftritt gesteigert werden. „Unser klares Ziel ist, dass der Fachhandel Umsätze mit uns machen kann mit kinderfußgerechten Produkten, die es z.B. bei den großen Sportschuhmarken gar nicht gibt“, unterstreicht Renner sein klares Bekenntnis zum Kinderschuheinzelfachhandel. Für den POS hat Richter ein neues Give-away-Paket geschnürt mit Postern, Aufstellern und Marketingmaterial. Richter bietet durch den Außendienst Schulungen an und auch Josef Renner schult die Kunden auf den Flächen, denn in einem kleinen Unternehmen muss jeder alles können. Stolz ist der Geschäftsführer auf den neuen B2B-Auftritt mit verlängerter Ladentheke. Findet ein Endkonsument nicht den passenden Schuh im Einzelhandel, kann der Händler den Schuh direkt im B2B-Shop mit Lieferadresse seines Kunden bestellen. Der Kinderschuhhersteller schickt das gewünschte Paar Schuhe dann direkt an den Endkunden. Die Multichannel-Strategie werde immer wichtiger, deshalb hätten die Einzelhandelskunden zukünftig auch direkten Zugriff auf den FTP-Server und könnten auf die Lagerbestände, Bilder und Produktbeschreibungen zurückgreifen. „Wir müssen dem Handel helfen, ihre Regale zu erweitern“, so Renner. Eine Hilfestellung für den Abverkauf sollen auch die kinderfußgerechten Leisten sein, deren Entwicklungskompetenz seit 1893 gut behütet wird. „Da sind uns optimale Passformen, Längen, Weiten und Größenzugaben, die wir nach eigenen Maßstäben entwickelt haben, sehr wichtig, das vermeidet Fußfehlstellungen. Hierzu gehören auch unsere eigenen Größenmesser und Wachstumsreserven fürs Abrollen“, erklärt Josef Renner. Deshalb sei es wichtig die Kinderfüße vor jedem Schuhkauf zu messen, denn die Füße der Kinder zwischen drei und sechs Jahren würden schnell um durchschnittlich zwei bis drei Schuhgrößen im Jahr wachsen. „Die herausnehmbaren pflanzlich gegerbten Echtleder-Einlagen haben eine praktische Markierung, die den 12 mm-Zusatz mit einberechnen. So viel Platz sollte noch zusätzlich vor den Zehen gelassen werden“, erklärt Renner, der für fußgerechte Kinderschuhe auf das richtungsweisende Qualitätssiegel verweist.