Was IrisOne kann
IrisOne wird dabei integraler Bestandteil von sabu.de. Der Name ist kein Akronym, sondern bezieht sich auf eine wesentliche Eigenschaft der Software: die Fokussierung. Entstanden sei IrisOne, so Alexander Hock, schlicht aus der Notwendigkeit heraus: In den vergangenen Jahren habe er viel im Hintergrund agiert und unter anderem für Zalando mehr als 50 Tech-Partner Warenwirtschaftssysteme für Connected Retail angebunden. „Es ist eine Herausforderung einen Online- Shop ‚schön‘ zu machen“, so Hock. „Aber wenn die Prozesse im Hintergrund nicht einfach, automatisiert und richtig funktionieren, kann dies letzten Endes zum Scheitern eines Marktplatzes führen.“ Händler wollen steuern, welcher Artikel zu welchem Preis in welchen Kanal geht, erklärt der E-Commerce-Experte. „Aber sie müssen sich darüber hinaus häufig intensiv und aufwändig mit der Frage befassen, wie Daten aus der Warenwirtschaft in den Marktplatz gebracht werden. Das kostet Zeit und Nerven.“ Hier soll die neue Integrations-Software Iris-One ansetzen. Sie fungiert als eine Art Kommunikator. Hat ein Händler eines der an IrisOne angebundenen Warenwirtschaftssysteme – His, Etos, Ipos oder andere –, kann er seine Artikeldaten an sabu.de weiterleiten. Die Anbindung sei automatisch binnen weniger Stunden möglich, erklärt Alexander Hock. Via Iris-One werden die Aufträge „abgeholt“ und automatisiert in der Warenwirtschaft des Händlers verbucht, inklusive Erzeugung des Versandlabels.
Das Produkt soll laut Alexander Hock am 1. Januar 2024 starten und dann auch eine Orderverwaltung anbieten, die Händler benötigen, wenn sie diese nicht über ein Warenwirtschaftssystem steuern können. Das System ist mehrsprachig aufgebaut, ermöglicht also auch die Kommunikation in Richtung internationaler Marktplätze. Und jeder Kanal ist laut Hock mit eigenen Preisen ansteuerbar. Von ihrem neuen Integrator IrisOne erhoffen sich die Verantwortlichen auch, dass größere Händler, die bereits E-Commerce betreiben und über automatisierte Prozesse verfügen, an sabu.de teilnehmen. Das wiederum würde die Auswahl an Marken, Modellen und Größen auf dem Marktplatz erhöhen und so die Attraktivität beim Endverbraucher steigern. „Wir werden für sabu.de ab Januar eine ganz tolle Lösung haben, die automatisiert abläuft“, verspricht Hock. Ziel sei es, dem Händler die Arbeit so einfach wie möglich zu machen. Bis Ende Januar sollen zahlreiche Kanäle an IrisOne angebunden sein. Dann müsse der Händler nur noch signalisieren, wo er mitmachen möchte. SABU übernimmt dann Prozesse, Datenbereitstellung und Aufgaben Richtung sabu.de – die Anbindung anderer Marktplätze läuft aber über IrisOne und hat mit SABU und sabu.de zunächst nichts zu tun.
Ein Glücksfall
„Wir waren händeringend auf der Suche nach einer Möglichkeit, die bestehende Schnittstelle zu erweitern“, blickt Kersten zurück. Die Zusammenarbeit mit dem Team um Alexander Hock sei ein Glücksfall für alle Beteiligten. Beim SABU-Forum Handel, das am 28. und 29. November digital stattfinden wird, wurde das neue Angebot vorgestellt. „Es ist eine zusätzliche Möglichkeit für alle Händler, die wünschen, dass ihre Bestände besser miteinander abgeglichen werden, und die eine Orderverwaltung bzw. die automatisierte Verbuchung zurück ins Warenwirtschaftssystem nutzen wollen“, sagt Kersten. Auch wer weitere Marktplätze anbieten wolle, könne IrisOne nutzen.