Der Sportartikelkonzern übertraf zwar beim Umsatz die Erwartungen, doch sinkende Profitabilität, anhaltende Probleme in Großchina und der zusätzliche Aufwand für die Neuausrichtung von Converse verunsicherten Investoren.
Laut Nike stiegen die Quartalsumsätze auf 12,4 Mrd. US-Dollar (+1 %); zugleich fiel der Nettogewinn um 32 % auf 792 Mio. US-Dollar, das verwässerte Ergebnis je Aktie sank auf 0,53 US-Dollar. Die Bruttomarge ging um 300 Basispunkte auf 40,6 % zurück.
CEO Elliott Hill sprach in der Analystenkonferenz von „middle innings“ der Trendwende: In einzelnen Geschäftsbereichen liefen die Maßnahmen in unterschiedlichen Phasen. Für das Geschäftsjahr 2026 nannte er als Schwerpunkte unter anderem die Bereinigung des „Classics“-Geschäfts, eine Aufwertung des Digital-Erlebnisses sowie eine breitere Produktpalette und stärkere Partnerbeziehungen im Handel.
In Großchina sanken die Erlöse im Quartal deutlich (Reuters: –17 %). Nike kündigte an, die „Win Now“-Maßnahmen – u. a. Sortimentsfokussierung und verbesserte Warenpräsentation – weiter an den lokalen Markt und die digital geprägte Handelslandschaft anzupassen.
Für Converse erwartet Nike anhaltenden Gegenwind; die Marke setzte im Quartal laut Berichten rund 300 Mio. US-Dollar um und lag damit deutlich unter Vorjahr. In diesem Kontext spielt auch ein Führungswechsel eine Rolle: Aaron Cain soll nach einem Übergang im Sommer 2025 die CEO-Rolle bei Converse übernehmen.
Als positives Signal hob das Management Nordamerika hervor (plus 9 % Umsatz; insbesondere das Großhandelsgeschäft legte zu). Zudem bleibt Running ein Wachstumstreiber: Mehrere Berichte verweisen auf zweistellige Zuwächse in der Kategorie.