Nike strukturiert seine US-Logistik um und streicht dabei rund 775 Stellen. Betroffen sind Standorte in Tennessee und Mississippi. Der Schritt ist Teil der unternehmensweiten „Win Now“-Strategie, die auf Effizienzsteigerung und zukunftsorientierte Transformation abzielt. Zuerst hatte das US-amerikanische Branchenmedium Footwear News darüber berichtet.
„Um unsere „Win Now“-Maßnahmen voranzutreiben, ergreifen wir Schritte zur Stärkung und Straffung unserer Abläufe, damit wir schneller handeln, disziplinierter arbeiten und Sportlern und Verbrauchern besser dienen können“, so ein Unternehmenssprecher. Die Maßnahmen sollen die Komplexität reduzieren und eine flexiblere, reaktionsfähigere und effizientere Lieferkette schaffen. Gleichzeitig investiert Nike verstärkt in moderne Technologien, Automatisierung und die Weiterentwicklung seiner Mitarbeitenden.
Bereits im vergangenen Jahr hatte der US-Sportartikelriese mehrere Entlassungsrunden angekündigt. Im Frühjahr 2024 wurden 740 Stellen am Hauptsitz in Beaverton, Oregon, gestrichen – mit dem Ziel, rund zwei Milliarden US-Dollar einzusparen. Im August 2025 folgte ein weiterer Abbau im Corporate-Bereich: Etwa ein Prozent der Belegschaft war betroffen. Auch in der Technologiesparte hatte es Kürzungen gegeben, wobei bestimmte Aufgaben an Drittanbieter ausgelagert wurden.
Im zweiten Quartal des laufenden Geschäftsjahres erzielte Nike einen Umsatz von 12,43 Mrd. US-Dollar – ein leichtes Plus von 1 % gegenüber dem Vorjahr. Der Nettogewinn sank allerdings um 32 % auf 792 Mio US-Dollar.
CEO Elliott Hill sieht das Unternehmen weiterhin auf Kurs: Man befinde sich „in den mittleren Innings“ der strategischen Neuausrichtung. Besonders im Fokus: die Entwicklung in China sowie die Performance der Marke Converse.