Im vierten Quartal des Geschäftsjahres 2016/17, das am 31. Mai endete, hat Nike die Erwartungen der Analysten übertroffen. Der Umsatz des Sportartikelherstellers legte um 5% auf 8,7 Mrd. Dollar zu. Der Gewinn stieg sogar um 19% auf 1 Mrd. Dollar. Das Wachstum von Nike resultierte vor allem aus den hohen Steigerungen in China (+11%) und den Schwellenländern (+21%). In Westeuropa legten die Umsätze um 4% auf 1,56 Mrd. Dollar zu.
Adidas macht Druck
Auf dem Heimatmarkt USA stagnierte der Umsatz von Nike jedoch. Die Erlöse lagen hier bei 3,75 Mrd. Dollar. In den Vereinigten Staaten macht vor allem Adidas dem Unternehmen aus Oregon zunehmend zu schaffen. Der deutsche Sportkonzern konnte im ersten Quartal 2017 den Umsatz in Nordamerika um 35% auf 988 Mio. Euro steigern. Obwohl die Dynamik für den Konkurrenten aus Herzogenaurach spricht, liegt Nike mit einem Jahresumsatz in Höhe von 34,4 Mrd. Dollar (+6%) weit vor Adidas mit rund 20,5 Mrd. Dollar. Auch bei der Rentabilität hat Nike die Nase vorn: Allein im vierten Quartal verdiente Nike mit 1,0 Mrd. Dollar so viel wie Adidas im gesamten Geschäftsjahr 2016. Insgesamt stieg der Gewinn von Nike um 13% auf 4,2 Mrd. Dollar.
Converse legt 4% zu
Wichtigste Produktkategorie bei Nike bleiben Schuhe. Im Gesamtjahr stieg der Umsatz im Segment ’Footwear‘ um 6% auf 21 Mrd. Dollar. Auch das Tochterunternehmen Converse legte zu. Hier stieg der Gesamtumsatz um 4% auf 2,04 Mrd. Dollar.
Nike kooperiert mit Amazon
Nike-CEO Mark Parker bestätigte zudem die Partnerschaft mit Amazon. Bislang hatte das Sportunternehmen nicht direkt über den E-Commerce-Riesen verkauft. Nike suche nach Wegen, seinen Kunden ein besseres Shopping-Erlebnis zu bieten, sagte Mark Parker. Dazu gehöre auch eine optimierte Markenpräsentation bei Amazon, wo bislang lediglich Drittanbieter Nike-Produkte angeboten haben. An der New Yorker Wall Street kamen die Pläne gut an: Die Aktie von Nike stieg um bis zu 8%.