Künftig will On einen größeren Teil seiner Schuhe in der Schweiz produzieren. Das berichten unter anderem die Medien Finanz und Wirtschaft und das Handelsblatt unter Berufung auf ein Interview der beiden Co-Chefs David Allemann und Caspar Coppetti mit der NZZ am Sonntag.
Voraussetzung für den Ausbau sei die weitere Skalierung der robotergestützten Light Spray-Technologie. Am Unternehmenssitz in Zürich fertigt On den Berichten zufolge derzeit rund 1.000 Schuhe pro Tag mit dem Verfahren. Dabei wird das Obermaterial automatisiert aufgesprüht und nicht wie bei der konventionellen Schuhproduktion genäht.
Den Großteil seiner Schuhe lässt On bislang bei Produktionspartnern in Asien herstellen, insbesondere in Vietnam und Indonesien. Einen konkreten Zielwert für den künftigen Anteil der Schweizer Produktion oder einen Zeitplan für den Ausbau nannte das Unternehmen in den Berichten nicht.
Thematisiert wurde auch die Verwendung des Schweizerkreuzes auf den Produkten. On war in die Kritik geraten, weil ein Großteil der Schuhe außerhalb der Schweiz gefertigt wird. Das Unternehmen weist den Vorwurf zurück, unzulässigen Einfluss auf die zuständigen Behörden genommen zu haben. Künftig soll das Schweizerkreuz zwischen den Begriffen „Swiss“ und „Engineering“ stehen.
Allemann und Coppetti hatten im Mai erneut die operative Führung von On übernommen. Als strategische Wachstumsfelder nannten sie unter anderem Bekleidung, den Direktvertrieb und die automatisierte Fertigungstechnologie.