Otto hat im Geschäftsjahr 2023/24 ein Bruttowarenvolumen (GMV) von rund 6,5 Mrd. Euro erwirtschaftet. Das ist ein Plus von 2% gegenüber dem Vorjahr, das 2020 gestartete Marktplatzgeschäft entwickelt sich also weiterhin positiv. Der Umsatz liegt für 2023/2024 bei 4,2 Mrd. Euro, das sind 8% weniger als im Vorjahr. „Die leichte Steigerung der Plattformumsätze von Otto, trotz anhaltender Krisenstimmung im Einzelhandel, stimmt uns vorsichtig optimistisch“, kommentiert Marc Opelt, Vorsitzender des Bereichsvorstands Otto, die sich unterschiedlich entwickelnden Kennzahlen: „Wir konnten die Partnerumsätze auf unserem Marktplatz im vergangenen Geschäftsjahr deutlich steigern und somit den GMV insgesamt leicht ausbauen. Das eigene Handelsgeschäft zeigt sich rückläufig. In Summe sehe ich uns auf Kurs.“
Insgesamt kauften in den zwölf Monaten 11,7 Mio. Menschen bei Otto ein, darunter waren 2,9 Mio. Neukunden. Die Zahl der Gesamtartikel ist um 26% auf 18 Mio. gestiegen. Das Marktplatzgeschäft entwickelt sich nicht nur finanziell positiv, auch die Anzahl der Partner ist um 33% auf 6.500 gewachsen. Um weiter wachsen zu können, will sich Otto dem europäischen Ausland öffnen, kündigt Marc Opelt an: „Jetzt bereiten wir die Öffnung für europäische Marktplatz-Partner vor. Wir arbeiten heute ausschließlich mit Partnern, die eine deutsche Umsatzsteuer-ID vorweisen. Diese Hürde wollen wir in Zukunft abbauen, um unseren Kundinnen und Kunden eine noch größere Auswahl an Produkten und Marken zu ermöglichen.“ Im ersten Schritt bindet Otto Läger von deutschen Marktplatz-Verkäufern im europäischen Ausland an. Nächstes Jahr soll die Anbindung von Partnern aus dem EU-Ausland folgen. Weiterhin werde bedacht kuratiert, wer Waren auf dem Otto-Marktplatz verkaufen darf. „Billigst produzierte Wegwerfware wird auch zukünftig keine Rolle im Geschäftsmodell von Otto spielen“, so Opelt. Ab Sommer werden außerdem Warengruppen zugelassen, die nicht mit 19% Mehrwertsteuer bepreist werden. Darunter fallen Nahrungsergänzungsmittel oder Energietechnik.
Stark entwickelt hat sich außerdem das Werbegeschäft unter dem Label Otto Advertising. Mit einer Umsatzsteigerung von 39% wurde das europaweite Retail-Media-Wachstum von 25% noch einmal überboten.