Vorgesehen ist, die jährliche Kostenbasis bis zum Geschäftsjahr 2027/28 um 110 Mio. Euro auf rund 500 Mio. Euro zu senken.
Ein zentraler Bestandteil des Programms ist die Reduzierung von Personal- und Sachkosten. In diesem Zusammenhang sollen knapp 460 Vollzeitstellen abgebaut werden, insbesondere am Standort Hamburg. Die Entscheidung sei nach längeren Verhandlungen mit dem Betriebsrat getroffen worden, teilte das Unternehmen mit.
Neben dem Abbau interner Stellen will Otto auch externe Ausgaben deutlich verringern. Gleichzeitig sollen Strukturen vereinfacht, bürokratische Prozesse reduziert und Investitionen – etwa in neue Technologien – weiterhin aus eigener Kraft ermöglicht werden.
Für betroffene Beschäftigte wurde ein Freiwilligenprogramm vereinbart. Dieses umfasst unter anderem Angebote zur Altersteilzeit mit einer Laufzeit von bis zu sechs Jahren, Aufhebungsverträge sowie die Möglichkeit, in eine Transfergesellschaft zu wechseln, die bei Qualifizierung und beruflicher Neuorientierung unterstützt.
Mit dem Transformationsprogramm verfolgt Otto nach eigenen Angaben das Ziel, die strukturellen Voraussetzungen für weiteres Wachstum, Innovationen und eine stärkere Ausrichtung auf das digitale Plattformgeschäft zu schaffen. Bereits im vergangenen Jahr hatte das Unternehmen mehrere Hundert Stellen im Kundenservice abgebaut.