Publicity mag man hier nicht. Eher konzentriert man sich auf das Wesentliche. Und das ist nun einmal die Produktion von Schuhen. Paul Green-Geschäftsführer Gerald Huber hat keinen Vertrag mit dem ganz großen Kino. Man schalte keine Werbung, man präsentiere sich nicht in der Medienwelt. Man wolle einfach seinen Job machen – ganz im Sinne der Kunden. Vieles, was Paul Green macht, unterscheidet sich grundsätzlich von den inzwischen etablierten Prozessen in der Branche. Ganz bewusst geht man in Mattsee seinen eigenen Weg. Und der Erfolg gibt dem Paul Green Team recht Das Anderssein beginnt bei dem Anspruch, von Mattsee aus die komplette Wertschöpfungskette zu kontrollieren. “Irgendwo produzieren lassen, wo wir nicht permanent ein Auge darauf haben können – das ist für uns unvorstellbar”, erklärt der Geschäftsführer.
Alle Materialien, die für die Produktion benötigt werden – jedes Leder, jede Rolle Baumwoll-Flies, alle Sohlenmaterialien -, kommen daher im Zentrallager an, werden überprüft und an die insgesamt fünf Produktionsstätten – neben dem Hauptsitz weitere vier in Osteuropa- weiterverteilt. Im Headquarter des Unternehmens erfolgt auch das Design aller Kollektionen. Daher sind kurze Wege innerhalb des Gebäudekomplexes ein Muss. Schnell ist der Designer in der Modellabteilung, in wenigen Minuten erreicht man den 3D-Drucker oder den Schneidetisch. So hat jeder Mitarbeiter stets alles im Griff. In Mattsee gehen sämtliche Aufträge ein, und von hier aus wird binnen vier bis sechs Wochen nach Auftragseingang geliefert. Ständig fahren zwischen den Produktionsstätten LKW hin und her, bringen Material und holen fertige Ware ab. Das Lager in Mattsee ist vergleichsweise klein. “Es gibt ja auch nicht viel, was wir lagern müssen”, lautet Hubers simple Erklärung. Alles gehe sofort “auf die Piste”: Material in die Produktionsstätten und fertige Schuhe in den Handel.
Den vollständigen Bericht über Paul Green lesen Sie in schuhkurier Ausgabe 21, die Ende der nächsten Woche bei unseren Lesern ist.