Peter Hahn, das Multichannel-Unternehmen für Mode, Fashion und Lifestyle für Best-Ager-Kunden, richtet sich im Rahmen eines Schutzschirmverfahrens neu aus. Das Unternehmen mit Sitz in Winterbach, Baden-Württemberg, sah sich durch die Auswirkungen der Insolvenz der Schwestergesellschaft Madeleine (ebenfalls Teil der Tristyle-Gruppe), nötige Umstellungen im ERP-System sowie der allgemeinen Marktlage zu diesem Schritt gezwungen. Gespräche mit potenziellen Finanzierern und Investoren werden bereits geführt und seien „inzwischen weit fortgeschritten“. Dabei wird angestrebt, die Restrukturierung und den Investoreneinstieg im 1. Quartal 2024 abschließen zu können.
Zur Unterstützung wurde der Sanierungsspezialist Detlef Specovious von der Kanzlei Schultze & Braun zum weiteren Geschäftsführer berufen. Außerdem wurden die Sanierer Dr. Andreas Kleinschmidt und Dr. Nicolai Fischer von der Kanzlei White & Case LLP zu Sanierungsbevollmächtigten von Peter Hahn bestellt.
Am Geschäftsbetrieb wird sich während der Sanierung nichts ändern, teilt das Unternehmen mit. Mit rund 1.000 Mitarbeitenden wird der Online- und Versandhandel „vollumfänglich fortgesetzt“. „Ich bin sicher, dass der Ansatz, unseren Kundinnen und Kunden ein Portfolio hochwertiger Markenmode anzubieten, nach erforderlichen Neuausrichtungen weiter erfolgreich sein wird“, erklärt Daniela Angerer, Geschäftsführerin bei Peter Hahn. „Gleichzeitig werden wir unsere Eigenmarken deutlich stärken, profilieren und weiterentwickeln, um die von uns vertriebenen Premiummarken mit hochwertigen Kollektionen und Outfits zu ergänzen.“ Auch die Peter Hahn-Einzelhandelsgeschäfte öffnen ohne Veränderung die Türen. Auf die Auslandsbeteiligungen erstreckte sich das Schutzschirmverfahren nach eigenen Angaben nicht.