#shoebar Konzept

Peter Kaiser startet ’customized‘ Tool für den stationären Handel

Das #shoebar Konzept von Peter Kaiser. (Grafik: Schwitzke)
Das #shoebar Konzept von Peter Kaiser. (Grafik: Schwitzke)

Der Schuhhersteller aus Pirmasens plant ein neues Angebot für den Schuh- und Textilhandel: In der #shoebar sollen Verbraucherinnen die Möglichkeit haben, ihren ganz individuellen Peter Kaiser-Schuh zu kreieren.

Peter Kaiser stehe im Kern für Pumps, Farbvielfalt und Qualität aus Deutschland, fasst Geschäftsführer Stefan Frank die Features der Marke zusammen. Nicht immer könne aber das umfangreiche Angebot der Marke in seiner Farbvielfalt im Handel ausgespielt werden. Während Händler eher ‘sichere‘ Farben disponierten, richte sich das Interesse der Verbraucherinnen vielmehr auf ein weit größeres Farbspektrum. Für dieses Problem soll die #shoebar eine Lösung darstellen.

In ausgewählten Schuhfachgeschäften und großen Textilhäusern sowie insbesondere auch in stark farbaffinen Märkten im Ausland kann das Ladenbau-Element installiert werden. Gewünscht sei von den Partnern lediglich eine „gewisse Kundenfrequenz und der Wille, sich neuen Konzepten zu öffnen“, erläutert der Peter Kaiser-Geschäftsführer. „Wir werden nicht wahllos streuen; die Qualität des Markenumfelds, aber insbesondere auch im Service sollte gegeben sein.“

Bei der Shoebar handelt es sich um ein Tischkonzept, auf dem im Kreis Musterschuhe in 20 Farbvarianten präsentiert werden. Etwa 2,5 m Raum werden allein für das Tischelement benötigt. Insgesamt – also mit Platz für Spiegel und ein Sitzelement – sind etwa 5 qm Fläche erforderlich. Die Kosten für das Möbel sind laut Stefan Frank noch nicht fix kalkuliert; inklusive der Schuhmuster in Größe 2 bis 10 – das entspricht bei zwei Modellen 34 Größen-Musterpaaren  – seien um die 6.000 Euro. „Wir versuchen, die Beteiligung des Handels möglichst niedrig zu halten“, so Frank. Gedacht sei an ein jeweils hälftiges finanzielles Engagement.

Zudem sei wesentlich, dass der Handel bei Einsatz des neuen Konzepts keinerlei Kapitalbindung fürchten muss. „Er kann einen Bedarf decken, der sonst nicht gedeckt werden kann; es können Zusatzverkäufe generiert werden, ohne das Sortiment zu kannibalisieren“, so Stefan Frank. Gerade auch im Hinblick auf Randgrößen könne der Handel hier punkten.

Schuh anprobieren, Design wählen

Im ersten Schritt stehen zwei Pumps-Varianten zur Auswahl. Unter dem Tisch befinden sich Fächer, in denen die Pumps in allen vorhandenen Größen bevorratet werden. Die Kundin kann ihr Modell anprobieren und die passende Größe ermitteln. Ebenso kann die Verbraucherin aus einer Reihe von Material- und Farbmustern ihr gewünschtes Design wählen. Das Verkaufspersonal berät die Kundin; abgewickelt wird die Bestellung über eine Bestellkarte; der Kauf wird an der Kasse abgeschlossen.

Innerhalb von maximal zwei Wochen werden die gewünschten Schuhe an den bestellenden Store oder auch an die Kundin verschickt. Auf Wunsch kann das Modell mit Metall-Initialen auf der Sohle veredelt werden. In Zukunft ist angedacht, auch andere Modelle wie z.B. Ballerinas in das Konzept zu integrieren.

Ziel ist es laut Stefan Frank, mittelfristig – also bis 2019 – mindestens 400 Paar Schuhe pro Tag für die Shoe Bar am Standort in Pirmasens zu fertigen. Langfristig biete das Konzept, so der Geschäftsführer, „ungeahnte Möglichkeiten für unser Wachstum“ und könne im Handel für eine Frequenzerhöhung sorgen. Der VK-Preis pro Paar soll bei 189,00 Euro liegen. Der Händler erhält pro Dekade eine Abrechnung vom Pirmasenser Hersteller.

„Unterstützung für den stationären Handel“

Im eigenen Onlineshop soll das Angebot nicht umgesetzt werden. Stefan Frank stellt klar: „Das Konzept sieht immer die Kombination mit dem stationären Handel vor. Das ist ein wichtiger Punkt, da wir bewusst eine Strategie zur Unterstützung des stationären Handels entwickeln wollten.

Die Testphase wird nach dem Willen des Schuhexperten noch im September starten; es lägen bereits konkrete Anfragen für mehr als 30 Shoebars vor. Man verfüge außerdem über Partner aus dem Kreis der Einkaufsvereinigungen, die bei ihren Mitgliedern eine Art Roadshow durchführen werden, um auch kleineren Händlern die Möglichkeit zu geben, am #shoebar-Konzept zu partizipieren.

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Petra Salewski / 05.07.2018 - 13:24 Uhr

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