Dabei betont das Unternehmen, dass die Schuhe, die in dem TV-Bericht zu sehen waren, nicht mit dem Leder produziert wurden, welches in der gezeigten Skywalk Shoe Industries & Arasababu Associates in Ranipet, Chennai, gegerbt wurde. „Entgegen dem Eindruck, der durch den Zusammenschnitt der TV-Reportage entstanden ist, stammen die Bilder, auf denen Geox-Produkte zu sehen sind, nicht aus der Gerberei, in der unzulässige und unzumutbare Arbeits- und Umweltbedingungen gezeigt wurden, sondern aus einer anderen Fabrik, die einige Kilometer entfernt liegt und in der Näharbeiten von einem Zulieferer einer unserer Lieferanten, der unseren Code of Conduct unterzeichnet hat, durchgeführt werden“, so der Hersteller im Wortlaut.
In der Fabrik, mit der Geox zusammenarbeitet, unterliegen die Arbeitsbedingungen nach Unternehmensangaben den Konventionen der ILO sowie den Arbeits- und Sozial- Standards. Zudem stelle Geox darüber hinaus noch schärfere Bedingungen im Rahmen des unternehmenseigenen Code of Conduct. Dafür würden alle Lieferanten einem strengen Auswahl- und Kontrollprozess unterzogen, der verschiedene Punkte umfasst. Dazu gehört laut Geox die Unterzeichnung der Unternehmens-AGBs. Man verpflichte sich zur Einhaltung strenger Regeln in Bezug auf Arbeitsbedingungen, Menschenrechte, Umweltstandards, Nachhaltigkeit, Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz.
Insbesondere in Bezug auf Menschenrechte seien die Lieferanten zur Wertschätzung und Wahrung der körperlichen und moralischen Integrität der Menschen verpflichtet. Kinderarbeit sowie jegliche Ausbeutung von Kindern und Jugendlichen würden von Geox nicht toleriert.
Auch die Qualitätskontrolle nehme man ernst: In 2014 habe Geox 1.200.000 Tests durchführen lassen, um sicherzustellen, dass keine Schadstoffe in die Produkte gelangen können. Die Anzahl der Tests in 2015 entspreche dem Aufwand, der im Vorjahr betrieben wurde.
Alle Tests werden laut Geox vom TÜV Süd durchgeführt. Kein Geox-Schuh werde auf den Markt gebracht, wenn er nicht aus einem Produktionslot stammt, das die Prüfungen erfolgreich abgeschlossen hat.
In Kooperation mit SGS und Intertek führe man regelmäßig Audits durch, um Standards permanent sicher zu stellen. Im Falle einer Nicht-Einhaltung des Code of Conducts behalte sich Geox das Recht vor, jegliche Geschäftsbeziehungen zu beenden und den Lieferanten haftbar für alle entstandenen Schäden zu machen.