Die J.H. Pölking GmbH & Co. KG mit Sitz in Osnabrück hat ein erneutes Sanierungsverfahren in Eigenverwaltung eingeleitet. Das Unternehmen, das seit 1894 im Schuhgroßhandel tätig ist, reagiert damit auf die weiter verschärften Marktbedingungen. Anhaltender Kostendruck, die zunehmende Kaufzurückhaltung sowie ein teilweise zeitverzögertes Zahlungsverhalten im Markt machen laut Unternehmensangaben weitere strukturelle Anpassungen erforderlich.
Bereits im Jahr 2023 hatte Pölking ein Sanierungsverfahren in Eigenverwaltung eingeleitet. Dieses wurde 2024 abgeschlossen. Damals wurde das Unternehmen strukturell neu ausgerichtet und laut Mitteilung wirtschaftlich stabil aufgestellt. Die aktuelle Maßnahme ziele nun darauf ab, diesen Weg geordnet fortzusetzen und die wirtschaftliche Basis langfristig zu sichern.
Der Geschäftsbetrieb läuft im Rahmen der Eigenverwaltung uneingeschränkt weiter. Die Geschäftsführung bleibt im Amt, die Zusammenarbeit mit Kunden und Lieferanten erfolgt wie gewohnt. Die Sanierung wird kaufmännisch durch die Unternehmensberatung Worstbrock aus Osnabrück begleitet. Diplomkaufmann Alexander Worstbrock unterstützt Pölking als Sanierungsberater bei der wirtschaftlichen Steuerung und Umsetzung der Maßnahmen.
Für die rechtliche Begleitung zeichnet Stefanie Breitenströter-Brüggemann von der Kanzlei HWW Hermann Wienberg Wilhelm verantwortlich. Zum Sachwalter wurde Rechtsanwalt Tjark Symalla von der Kanzlei Salfer Bühler Dornieden aus Syke bestellt.
Das Unternehmen betont, dass der Sanierungsprozess in enger Abstimmung mit Kunden, Lieferanten und weiteren Gläubigern erfolgt – und von diesen mitgetragen werde.