Das Jahr 2022 hatte den portugiesischen Schuhherstellern einen Exportwert in Höhe von 2 Mrd. Euro (+20%) beschert. Im ersten Quartal des Jahres 2023 wurden 20 Mio. Paar Schuhe im Wert von 526 Mio. Euro exportiert – das ist ein Rückgang von 4,4% im Volumen, aber ein Anstieg von 6,8% im Wert. Zudem stieg der Durchschnittspreis für portugiesische Schuhe im Vergleich zum Vorjahr um 11,7% auf 26,09 Euro pro Paar.
„Wie erwartet, wird das Jahr 2023 für den Schuhsektor eine besondere Herausforderung darstellen, da sich die Konjunktur in den meisten der wichtigsten Zielmärkte für portugiesische Schuhe abschwächt“, erklärt der Verband der portugiesischen Hersteller von Schuhen, Komponenten und Lederwaren, Apiccaps, in einem Statement. 2023 könne ein Jahr der Konsolidierung der portugiesischen Schuhindustrie im Ausland sein, daher müssten die Anstrengungen verdoppelt werden, um die Investitionen in die Außenwerbung zu verstärken.
Konkret bedeutet dies, dass die portugiesischen Schuhe ihre Position auf den wichtigsten Auslandsmärkten weiter stärken, insbesondere in den Nicht-EU-Ländern, auf die 18% der Exporte entfallen – gegenüber 16% im Vorjahreszeitraum). In Europa stechen die Leistungen in Deutschland (Anstieg um 4% auf 115 Mio. Euro), Frankreich (Anstieg um 4,8% auf 111 Mio. Euro) und den Niederlanden (Anstieg um 7,7% auf 81 Mio. Euro) hervor, während außerhalb des EU-Raums die Leistungen in Großbritannien (Anstieg um 13,3% auf 32 Mio. Euro), den USA (Anstieg um 10% auf 25 Mio. Euro) und Kanada (Anstieg um 7,4% auf 6 Mio. Euro) hervorzuheben sind.
Für das zweite Halbjahr erwarten die portugiesischen Schuhhersteller eine stabile Entwicklung – trotz herausfordernder Rahmenbedingungen.
Im Jahr 2022 wurden in Portugal 85 Mio. Paar Schuhe hergestellt und 76 Mio. Paar Schuhe in 174 Länder exportiert. Die Exporte machen inzwischen mehr als 95 % der Produktion aus.
Deutschland, Frankreich und die Niederlande sind die wichtigsten Märkte für portugiesische Schuhe.
Im Jahr 2022 stellte der Schuhsektor 1.478 neue Mitarbeiter ein. Am Ende des Jahres beschäftigten die 1.186 Unternehmen des Sektors (4,2% mehr als 2021) 32.292 Arbeitnehmer.