Vom 16. bis 17. Juli konnten Konsumenten, Markenverantwortliche und Händler wieder am Amazon Prime Day teilnehmen. Das E-Commerce-Event des Marktplatz-Giganten hatte in diesem Jahr allerdings auch unter den wirtschaftlichen Rahmenbedingungen zu kämpfen. Die Berliner Amazon Produkt Performance Agentur Amzell hat erste Ergebnisse und Erkenntnisse aus dem Event geschöpft, die Händlerinnen und Händlern bei den nächsten Shopping-Events im Herbst unterstützen könnten.
Mehr Angebote führen zu mehr Conversion
Aufgrund der Bedingungen fiel die Performance einiger Unternehmen schwächer aus als erhofft, was nicht zuletzt auch dem späten Zeitpunkt in der Urlaubszeit zu verschulden ist. Die Agentur beobachtete deshalb höhere ACoS-Werte (Advertising Cost of Sales) bei den betreuten Kundenaccounts, die das gekippte Verhältnis zwischen Werbeausgaben und den durch Marketingkampagnen generierten Umsätzen bilden.
In den Top-Platzierungen fielen laut Amzell fast ausschließlich Verkäufe mit Angeboten auf. Konten ohne Deals fielen schnell ab, was zu Umsatzverlusten und schlechteren Margen führte, wobei angebotsstarke Kategorien weiterhin gute Verkäufe verbuchen konnten. Besonders erfolgreich liefen die Kategorien Haushaltsgeräte, Sommerprodukte wie Camping-Ausstattung und Klimaanlagen, aber auch Lebensmittel und Haustierbedarf.
„An Deal-Tagen wird vor allem der Brand Traffic und die Produktdetailseiten durchstöbert“, sagt Amazon-Consultant Nadja Wünsch. „Wenn Kunden Angebote einer bestimmten Marke erwarten und diese nicht vorfinden, wirkt sich das negativ auf die Conversion Rate aus und verursacht im Gegenzug hohe Klickkosten.“
Welche Angebotsformen liefen gut?
Die wichtigsten Angebotsformen sind neben den „Besten Angeboten“, für die es eine eigene Amazon-Qualifizierung braucht, die exklusiven und relativ neuen Prime-Rabatte. Diese können ohne Vorlaufzeit eingestellt werden, sind aber nur für Prime-Mitglieder verfügbar. Auch Coupons werden häufiger genutzt. „Exklusive Prime Angebote bieten eine starke Sichtbarkeit und können auch kurzfristig einen Tag vor dem Prime Day eingestellt werden. Coupons, selbst mit kleinen Rabatten, können ebenfalls dazu beitragen, die Sichtbarkeit zu erhöhen“, so Wünsch weiter.
Um nun die neu gewonnenen Kunden dauerhaft an die Marke zu binden sei eine systematische Auswertung der gewonnenen Erkenntnisse sowie ein Retargeting unverzichtbar. Vor allem anbetracht des bevorstehenden Prime Days im Herbst sowie des Black Fridays gilt es, Vorbereitungen zu treffen. So sollten etwa zwei Wochen vor dem Event bereits Kampagnen gestartet werden. Diese ermöglichen es auch, erste Ergebnisse abzuschätzen und das Marketing entsprechend anzupassen. Auch das Testen der verschiedenen Angebotsformen legt Wünsch nahe.
An der Bedeutung des Prime Days gibt es für Wünsch keine Zweifel: „Trotz der erschwerten Bedingungen bietet er weiterhin wertvolle Chancen für Umsatzsteigerungen und Reichweitengewinne. Eine sorgfältige Vorbereitung und gezielte Kampagnenstrategien sind aber entscheidend, um auch in wirtschaftlich angespannten Zeiten erfolgreich zu sein. Hier kann eine erfahrene Amazon-Performance-Agentur dazu beitragen, einen kühlen Kopf zu bewahren und Budgets zielgerichtet und ohne Streuverluste zu platzieren.“.