Im zweiten Quartal 2024 konnte Puma seine Umsätze steigern. Im Vergleich zum Vorjahr erhöhten sich die währungsbereinigten Umsätze um 2,1% auf 2,1 Mrd. Euro. Das Unternehmen hebt gleichzeitig die negativen Währungseffekte in Höhe von rund 50 Mio. Euro hervor, die die Ergebnisse belasteten.
Die dennoch positiven Umsätze sind vor allem auf das Geschäft in der Region Amerika zurückzuführen. Dort konnte ein Umsatzwachstum von 9,0% auf 887,5 Mio. Euro erzielt werden. Sowohl die USA als auch Lateinamerika trugen zu diesem Wachstum bei und wiesen je eine „sequenzielle Verbesserung auf“, so das Unternehmen. Positiv verlief das Quartal auch in der Region Asien/Pazifik, wo ein währungsbereinigtes Umsatzwachstum von 1,9% auf 411,9 Mio. Euro erzielt wurde. Besonders in China beobachtet das Unternehmen ein anhaltendes Wachstum. Die Region EMEA, die weiterhin umsatztechnisch die zweitgrößte Region bleibt, sank allerdings um 4,3% auf 817,9 Mio. Euro Umsatz. Das Minus begründet Puma mit einem starken Vorjahresquartal in der Region EEMEA (Osteuropa, Mittlerer Osten und Afrika), das währungsbereinigt im Jahr 2023 noch um 111% wuchs. Die Region Europa kehre dagegen wieder zum Wachstum zurück.
Wie und was verkauft wurde
Das Wholesale-Geschäft sankt im zweiten Quartal währungsbereinigt um 3,3% und erreicht so einen Wert von 1,5 Mrd. Euro. Auch hier wird der Rückgang mit der Entwicklung in der Region EEMEA begründet. In allen anderen Regionen habe sich das Großhandelsgeschäft im Vergleich zum Vorquartal verbessert. Das D2C-Geschäft wuchs dagegen um 19,5% auf 587,7 Mio. Euro. In den eigenen Einzelhandelsgeschäften stiegen die Umsätze um 16,5%, im E-Commerce um 25,6%. Dadurch erhöht sich der D2C-Anteil des Unternehmens von 24,3% im Jahr 2023 auf 27,8%.
Schuhe bleiben das wichtigste Segment von Puma: Rund 1,1 Mrd. Euro konnte das Unternehmen im zweiten Quartal damit umsetzen. Damit hält sich die Produktgruppe in etwa auf dem Niveau des Vorjahresquartals. Die Umsätze mit Textilien wuchsen (+9,2% auf 705,6 Mio. Euro), während Accessoires schrumpften (-4,7% auf 314,8 Mio. Euro).
Ergebnisse erfüllen Erwartungen
Das operative Ergebnis des Unternehmens (EBIT) stieg trotz negativer Währungseffekte auf Umsätze, Rohertragsmarge und Kostenquote um 1,6% auf 117,2 Mio. Euro. Das Finanzergebnis sank durch die Verluste auf -46,6 Mio. Euro, während das Konzernergebnis sogar um 23,8% auf 41,9 Mio. Euro sank. Das Ergebnis je Aktie sank von 0,37 Euro auf 0,28 Euro.
„Mit unserer operativen Performance im zweiten Quartal haben wir unsere Erwartungen für das Quartal voll erfüllt und sind auf dem besten Weg unseren Ausblick für das Gesamtjahr zu erreichen“, so Puma-CEO Arne Freundt. „Ich könnte nicht stolzer auf unser Team und unsere starken Partnerschaften mit dem Handel sein, die entscheidend dazu beigetragen haben, dieses Ergebnis in einem volatilen Umfeld mit anhaltendem Gegenwind durch Währungen, angespannten Lieferketten und einer gedämpften Verbraucherstimmung weltweit zu erzielen. Mit Blick auf unser starkes Auftragsbuch für die zweite Jahreshälfte bestätigen wir unseren Ausblick für ein Umsatzwachstum im mittleren einstelligen Bereich und präzisieren unseren EBIT-Ausblick für das Gesamtjahr zwischen € 620-670 Millionen aufgrund des volatilen Marktumfelds.“