PVH Corp., Muttergesellschaft von Calvin Klein und Tommy Hilfiger, hat für das vierte Quartal 2025 Umsätze und Ergebnisse über der eigenen Prognose gemeldet. Nach eigenen Angaben stieg der Quartalsumsatz um 6 % auf 2,505 Mrd. US-Dollar. Währungsbereinigt blieb der Umsatz auf Vorjahresniveau. Für das Gesamtjahr 2025 erhöhte sich der Umsatz um 3 % auf 8,95 Mrd. US-Dollar; auf konstanter Währungsbasis lag das Plus bei unter 1 %.
Auch bei der Profitabilität übertraf PVH die eigenen Erwartungen: Die operative Marge lag im vierten Quartal bei 9,9 % nach GAAP beziehungsweise 10,0 % auf Non-GAAP-Basis und damit trotz Zollbelastungen über der Zielmarke von rund 9 %. Für das Gesamtjahr erreichte sie 2,6 % nach GAAP und 8,8 % bereinigt und lag damit ebenfalls über der Prognose.
Treiber der Entwicklung seien insbesondere Produktneuheiten und Marketinginitiativen bei Calvin Klein und Tommy Hilfiger gewesen. Vorstandschef Stefan Larsson verwies zudem auf Fortschritte im Rahmen des Strategieprogramms „PVH+“ sowie auf eine positive Entwicklung im Direct-to-Consumer-Geschäft. Für 2026 erwartet der Konzern DTC-Wachstum bei beiden Marken und in allen Regionen. In Europa seien die Orderbücher für Herbst 2026 im Wholesale positiv, in Amerika soll vor allem das E-Commerce-Geschäft weiter wachsen, während Asien wieder auf Wachstumskurs zurückkehren soll.
Regional entwickelte sich das vierte Quartal unterschiedlich: In EMEA stiegen die Umsätze berichtet um 8 %, währungsbereinigt gingen sie jedoch um 3 % zurück. In Nord- und Südamerika legte der Umsatz um 4 % zu, vor allem gestützt durch das Wholesale-Geschäft. In Asien/Pazifik blieb der Umsatz nominal stabil, sank währungsbereinigt jedoch um 2 %. Als Belastungsfaktor nannte PVH unter anderem Kalendereffekte rund um das chinesische Neujahrsfest.
Für das Gesamtjahr 2026 stellt PVH ein leichtes Umsatzwachstum in Aussicht; währungsbereinigt soll der Umsatz in etwa stabil bleiben. Die bereinigte operative Marge wird erneut bei rund 8,8 % erwartet. Belastend wirken weiterhin Zölle: Das Unternehmen kalkuliert für 2026 mit einem negativen Bruttoeffekt von rund 215 Basispunkten auf die operative Marge sowie mit einem negativen Ergebniseffekt von rund 3,30 US-Dollar je Aktie, der teilweise durch Gegenmaßnahmen kompensiert werden soll. Das bereinigte Ergebnis je Aktie erwartet PVH für 2026 in einer Spanne von 11,80 bis 12,10 US-Dollar.
Parallel setzt PVH seine Kapitalrückführung fort. Nach Aktienrückkäufen in Höhe von rund 561 Mio. US-Dollar im Jahr 2025 plant der Konzern für 2026 Rückkäufe von mindestens 300 Mio. US-Dollar.