Im Rahmen der Gesellschafterversammlung der Quick Schuh GmbH & Co. KG am 17. April in Mainhausen haben die Gesellschafter beschlossen, das Franchise-Konzept Quick Schuh in die ANWR Schuh GmbH zu integrieren. Ab 2017 soll die bisherige gesellschaftliche Struktur der Quick Schuh als GmbH & Co. KG durch eine klassische Franchise-Partnerschaft mit der ANWR Schuh als Franchise-Geber ersetzt werden.
18.04.2016
Helge Neumann
2 Minuten
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Voraussetzung für diesen Schritt ist laut ANWR, dass sich bis zum 30. September 2016 mindestens 160 Standorte der neuen Franchise-Regelung angeschlossen haben. Anderenfalls soll die bisherige Konstellation bestehen bleiben. Der neue Franchise-Vertrag basiere auf neun Leistungsbausteinen, die den Partnern einen Mehrwert gegenüber der bisherigen Vereinbarung bieten sollen. Zudem sei es möglich, durch die Integration „erhebliche Synergien“ zu heben, die sich unter anderem in der raschen Teilhabe an zentral entwickelten Innovationen zeigen. Im Rahmen der Gesellschafterversammlung warben die Quick Schuh-Geschäftsführer Volker Gromer und Alfred Pusswald, Aufsichtsratsvorsitzender Johannes Schnütgen, der ANWR-Vorstandsvorsitzende Günter Althaus sowie Michael Decker, Geschäftsführer der ANWR Schuh, für das neue Konzept. Bereits 2014 habe man unter dem Motto ’Quick Schuh – Handel(n) im System‘ damit begonnen, das System neu auszurichten, teilt die ANWR mit. „Sämtliche Planungen zielen auf den Auf- und Ausbau eines leistungsfähigen Handelsformats mit starkem Systemkopf ab. Dabei müssen alle Synergien ausgeschöpft werden, die sich der Quick Schuh bieten“, so die Verbundgruppe in einer Mitteilung.
Günter Althaus will Schlagkraft im Schuhmarkt erhöhen
„Wir müssen die Schlagkraft im Markt deutlich erhöhen: durch ein stringentes Konzept, effiziente Strukturen und leistungsfähige Einzelbausteine! Den Beschluss der Quick Schuh Partner halte ich vor diesem Hintergrund für vorausschauend und zukunftsweisend“, unterstreicht der ANWR-VorstandsvorsitzendeGünter Althaus. Zurzeit gibt es laut ANWR rund 300 Quick Schuh-Standorte in Deutschland und Österreich. Die Vorteile einer Integration liegen aus Sicht der Verbundgruppe in folgenden Bereichen: * Klar definiertes Leistungsspektrum * Ein auf Rechten und Pflichten basierendes Handelssystem * Verbindliche, durchsetzbare ’Spielregeln‘ * Schlankere Strukturen * Zeitgewinn durch effiziente Abstimmungsprozesse * Kosteneinsparung im Service- und Werbebeitrag für alle Partner * Unmittelbare Partizipation an den Innovationen, insbesondere im Bereich der Digitalisierung
Quick Schuh-Händler stimmen für Integration
Im Rahmen der Gesellschafterversammlung haben die Gesellschafter der vorgesehehen stärkeren Integration in die ANWR Gruppe zugestimmt. Damit soll die Gesellschaft zum 31. Dezember 2016 beendet werden. Zugleich sollen die bisherigen Beitrittsvoraussetzungen durch einen neuen Systemvertrag mit klar definierten Leistungsbausteinen ersetzt werden. Die Eigenständigkeit des Franchise-Systems sei durch eine mit starken Rechten ausgestattete Gremienvertretung über den System- und Warenbeirat sowie die Quick Schuh Konzeptleistung gewährleistet, teilt die ANWR mit. Alle Mitarbeiter der Quick Schuh – derzeit sind 14 personen dort beschäftigt – von der ANWR übernommen werden.
Aufsichtsrat wiedergewählt
Auf der Gesellschafterversammlung genehmigten die Kommanditisten laut ANWR den Jahresabschluss und entlasteten die Geschäftsführung sowie den Aufsichtsrat. Johannes Schnütgen als Vorsitzender des Aufsichtsrates sowie Helga Feldbauer und Jens Große-Kreul wurden für eine weitere Amtsperiode in den Aufsichtsrat wieder gewählt.