Ralf Meurer begann im September 1981 seine Ausbildung bei Gabor und arbeitete danach einige Jahre als kaufmännischer Angestellter und Produktmanager, bevor er 1998 die Position des Spartenbereichsleiters für Gabor Fashion übernahm. Zuletzt war der 60-Jährige als Geschäftsbereichsleiter tätig.
„Ralf Meurer hat als Geschäftsbereichsleiter wichtige Impulse für den Erfolg der Gabor Shoes AG gesetzt. Wir bedanken uns ausdrücklich für das außerordentliche Engagement und seine Leidenschaft für die Marke Gabor und das Unternehmen. Wir wünschen ihm für die Zukunft und seine neuen Pläne alles erdenklich Gute“, sagt der Gabor-Vorstandsvorsitzende Stefan Blöchinger in einer offiziellen Mitteilung des Unternehmens.
„Es war mir eine Freude, die Gabor Shoes AG über viele Jahre intensiv zu begleiten“, erklärt Ralf Meurer. „Ich habe im Unternehmen wertvolle Aufstiegschancen bekommen, dafür bin ich sehr dankbar. Mein besonderer Fokus galt der Sparte Gabor Fashion, die ich mit Leidenschaft entwickelt und ausgebaut habe. Der Bereich ist gut aufgestellt – für mich ist damit der richtige Zeitpunkt gekommen, um meine Verantwortung zu übergeben. Bis Ende September werde ich dem Unternehmen weiterhin als Fachberater zur Seite stehen.“
In einer internen Mitteilung, die schuhkurier vorliegt, heißt es, Meurer werde bis zu seinem Austritt auf einer Stabsstelle als Head of Business Development in diversen Projekten mitwirken.
Die Personalie Ralf Meurer ist das vorerst letzte Kapitel einer Reihe von gravierenden Veränderungen, die Gabor in den zurückliegenden gut vierzehn Monaten vollzogen hat. Für Aufsehen sorgte im Mai 2023 die Ankündigung des langjährigen Vorstandsvorsitzenden Achim Gabor, sich aus gesundheitlichen Gründen aus dem Unternehmen zurückziehen zu wollen. In der Folge wurde der Vorstand neu besetzt. Zudem wurden neue Strukturen auf der Führungsebene eingezogen.
Seit Ende März 2024 sucht Gabor einen strategischen Investor. Mit diesem soll die bereits eingeleitete Wachstumsstrategie beschleunigt fortgesetzt werden. Dabei geht es vor allem darum, die Marken des Unternehmens zu stärken und zu schärfen. Darüber hinaus sind die Internationalisierung vor allem in Wachstumsregionen außerhalb Europas sowie der Ausbau des Online-Geschäfts Kernelemente der Strategie. Auch das Consumer-Business soll ausgebaut werden.