Der Unternehmer René Benko, Gründer der Signa Holding, stellte am 7. März einen Antrag auf Insolvenz beim Landesgericht Innsbruck. Zunächst berichtete die Kronen-Zeitung davon und meldete, dass René Benko Privatinsolvenz angemeldet hätte. Juristisch gesehen sei das jedoch nicht richtig, wie Dr. Birgit Fink, Sprecherin des Landesgerichtes Innsbruck, gegenüber schuhkurier erklärt: „René Benko hat am 7. März einen Antrag auf Insolvenz als selbstständiger Unternehmer beim dafür zuständigen Landesgericht Innsbruck gestellt. Dieser Antrag wird in den kommenden Tagen geprüft.“ Der Unterschied liege im Prozess, es gebe andere Sanierungs- und Entschuldungsmöglichkeiten bei einer Unternehmensinsolvenz im Vergleich zur Privatinsolvenz.
Die Republik Österreich hatte beim Landesgericht Innsbruck bereits einen Insolvenzantrag gegen René Benko gestellt. Es gab einen Verdacht auf Zahlungsunfähigkeit. Am 13. Februar beschäftigte sich das Gericht das erste Mal mit dem Fall, Benko selbst war zu den Verhandlungen nicht persönlich erschienen. Der Gläubigerschutzverband KSV 1870 meldete, dass René Benko bis zum 5. März Zeit gehabt habe, Unterlagen einzureichen, die belegen würden, dass er nicht zahlungsunfähig ist und auch fällige Verbindlichkeiten bedienen könne. Nach Fristende sollte das Landesgericht Innsbruck über die Insolvenzeröffnung entscheiden. Mit dem selbstgestellten Antrag kommt Benko dem zuvor.