„Wir arbeiten weiter daran, die uneingeschränkte Lieferfähigkeit bei Rohde wieder herzustellen. Dafür führen wir intensive Gespräche mit unseren Geschäftspartnern“, schildert der Insolvenzverwalter Frank Schmitt die aktuelle Lage. Nach Ablauf des Insolvenzgeldzeitraums seien allerdings Personalanpassungen unerlässlich. „Es ist sehr bedauerlich, dass wir rund 40 Mitarbeiter kündigen mussten. Die wirtschaftliche Lage des Unternehmens erlaubt es leider nicht, alle Arbeitsplätze zu erhalten“, erläutert Schmitt. „Es geht aber weiter darum, möglichst vielen Mitarbeitern die Beschäftigung zu sichern und Rohde eine langfristige wirtschaftliche Perspektive zu ermöglichen.“ Das Unternehmen beschäftigte zuletzt 138 Mitarbeiter.Die Gespräche mit möglichen Investoren sollen in den kommenden Wochen weiter intensiviert und schnellstmöglich zum Abschluss gebracht werden, erklärt der Insolvenzverwalter. „Wir verhandeln aktuell mit mehreren strategischen Investoren, die ihr Interesse an Rohde bekundet haben“, berichtet Schmitt. „Ich bin zuversichtlich, dass wir hier zu einer Lösung kommen werden.“
Produzent fordert Schadensersatz
Im Dezember hatte einer der Rohde-Zulieferer, die Firma Floare aus Moldawien, erklärt, vom Schwalmstädter Hersteller Schadensersatz fordern zu wollen. Durch das Verhalten der Erich Rohde GmbH in den letzten Monaten vor der Insolvenz sei ein Schaden in Millionenhöhe entstanden, der fast zur Insolvenz des moldawischen Unternehmens und zur Arbeitslosigkeit von 750 Beschäftigten geführt hätte, teilt Floare mit. Man habe eine entsprechende Schadensersatzforderung an den Insolvenzverwalter gestellt. Im Raum stehe eine Summe in Höhe von 1,7 Mio. Euro.