Die Erich Rohde GmbH wehrt sich gegen Bestrebungen, Kernprodukte von Rohde ohne Zustimmung des Unternehmens auf den Markt zu bringen. Der vorläufige Insolvenzverwalter der Erich Rohde GmbH, Frank Schmitt von Schultze & Braun, unterstreicht: „Wenn jemand derartige Gedanken mit sich herumträgt, ist es sinnvoll, er sucht das direkte Gespräch mit uns anstatt Verkündungen via Fachpresse zu verbreiten. Ein solches Gespräch hat bislang nicht stattgefunden und deshalb sind derartige Pläne auch nicht mit Rohde abgestimmt. Einem derartigen Vorhaben hat Rohde auch nicht zugestimmt.“
Weiter teilt der Insolvenzverwalter mit: „Wir werden nicht akzeptieren, dass Mitarbeiter, Geschäftspartner und die Öffentlichkeit durch derartige, wenig konkrete öffentliche Gedankenspiele verunsichert werden mit dem Ziel, die Sanierung von Rohde zu untergraben. Jedwedes Vorgehen, das Rechte von Rohde verletzt, werden wir mit der juristisch notwendigen Härte unterbinden.“
Schmitt sucht derzeit im Rahmen des vorläufigen Insolvenzverfahrens gezielt nach potenziellen Investoren für Rohde und spricht diese auch aktiv an. „Grundsätzlich sind wir offen für jedes seriöse Angebot und werden dies eingehend prüfen. Hierzu haben wir in Abstimmung mit dem vorläufigen Gläubigerausschuss die Firma Angermann Consult eingesetzt.“
Offener Brief der Rohde-Beschäftigten
Die Beschäftigten des Schwalmstädter Schuhherstellers schrieben am 21. einen offenen Brief, in dem sie zu den jüngsten Entwicklungen Stellung nehmen. Darin heißt es: „Wir, die 138 Mitarbeiter der Erich Rohde GmbH kämpfen hier in Schwalmstadt um den Erhalt unserer Arbeitsplätze, um den Erhalt unserer Existenz. Wir tun dies in der seit dem 28.10. andauernden vorläufigen Insolvenz. Wir tun es mit der Überzeugung, weiterhin eine starke Marke zu repräsentieren, die die große Mehrheit unserer Kunden auch erhalten wissen möchte. Wir tun es in der Hoffnung auf die vorläufige Insolvenzverwaltung, die mit uns Wege zur Sanierung unseres Unternehmens sucht und unternimmt.“ (…) Man müsse „mit Erschrecken zur Kenntnis nehmen, wie hinter unserem Rücken und damit auf unserem Rücken taktische Spiele gespielt werden, die Rachefeldzügen nahe kommen, bei denen persönliche Eitelkeiten eine größere Rolle spielen als seriöse wirtschaftliche Aspekte.“ (…)