„Wir wollen unsere Warenprogramme künftig individueller gestalten“, erklärte der neue Sabu-Geschäftsführer Stephan Krug den rund 40 Teilnehmern im Rahmen des Symposiums, das vom Schuhhersteller Mephisto unterstützt wurde. Innerhalb der kommenden Saison sollen dazu Angebote entwickelt werden, die stärker als in der Vergangenheit die Anforderungen der jeweiligen Händlertypen berücksichtigen. Ein Aspekt ist in diesem Zusammenhang laut Stephan Krug die Thematik Single Account, die zunehmend aus dem Sport- in den Schuhbereich hereingetragen werde. Dabei übernehme die Zentrale den Einkauf und die Auslieferung an die Mitglieder, die so auch Hersteller mit hohen Mindestmengen führen könnten. Handlungsbedarf hat Stephan Krug zudem im Bereich Systeme ausgemacht. So wurde vor kurzem ein neues Warenwirtschaftssystem gelauncht, das in den kommenden Monaten bei rund 20 Händlern zum Einsatz kommen soll. Außerdem plant die Verbundgruppe eine Online-Plattform wie sie etwa die ANWR mit schuhe.de betreibt.
„Auch das Thema Clustering wird sie verfolgen“, kündigte Krug an. Geschäftstypen und -modelle werden derzeit von der Zentrale in Heilbronn analysiert und zusammengefasst. Zudem sollen neben Laufgut weitere Ladenkonzepte erfolgreich entwickelt werden. Um das Ziel von 200 Laufgut-Läden zu erreichen, muss das Konzept nach den Worten von Stephan Krug weiter geschärft und vereinheitlicht werden. „Wir wollen das Konzept nicht verwässern.“ Für Händler, die nicht alle Anforderungen von Laufgut – etwa den hohen Servicegrad – leisten können oder wollen, wurde daher die Alternative ‚Lust auf Komfort‘ neu entwickelt. Diese bietet ein ähnliches Sortiment bei geringerem Servicegrad und ohne Fußvermessung. Es werde daher ab der Saison Herbst/Winter 2015/16 keine Neueröffnung von Laufgut Shop-in-Shops mehr geben, erklärte der Konzeptleiter Kay Wegerhoff.