Jeder zehnte in Deutschland verkaufte Schuh ist 2023 in einem SABU-Anschlusshaus über die physische oder digitale Theke gewandert. Entgegen der Meldungen vom Fachhandelssterben sind die Points of Sales, die an die Verbundgruppe angeschlossen sind, in den vergangenen Jahren nämlich kontinuierlich angestiegen. Waren es 2019 noch 1.112 POS, die in Deutschland an den SABU angeschlossen waren, waren es 2020/21 schon 1.130. 2022 waren es 1.230 und 2023 waren es 1.430. SABU fördere die Übergabe von bestehenden Schuhhäusern. In einer Börse wird aufgenommen, wo Geschäfte abgegeben werden sollen, wenn sie zukunftsfähig sind und für Übernahmekandidaten interessant sein könnten. Weitaus stärker wirkt sich jedoch die Filialisierung auf die Anzahl der POS aus. Die Verkaufsstellen teilen sich auf rund 580 Unternehmen auf. 71% davon sind Fachhandelsbetreiber mit durchschnittlich 1,2 Filialen. 8% der Unternehmen sind Fachmarktbetreiber. Die Tendenz steigt und auch an der Anzahl der Standorte zeigt sich die Relevanz des Konzepts. Im Schnitt betreibt jeder Fachmarktbetreiber rund acht Filialen. Dazu betreiben 14% der SABU-Händler vorwiegend Modegeschäfte.
Im Sommer erklärte Stephan Krug, dass 2023 das umsatzstärkste Jahr der Geschichte des SABU werden könnte. Und auch wenn die Herbst/Winter-Nachorder schwächer lief als erwartet, sollte er Recht behalten. Im Idealfall wurde sich ein Ergebnis von bis zu 385 Mio. Euro erhofft, nun liegt der noch zu testierende und dementsprechend vorläufige SABU-Zentralregulierungsumsatz für 2023 bei 372 Mio. Euro. Davon fallen 31 Mio. Euro auf die Schweizer Verbundgruppe ZUSA, die seit 2022 mit SABU kooperiert. Im Vorjahr lag der ZR-Umsatz bei 335 Mio. Euro, davon fielen 21 Mio. Euro auf den ZUSA. Insgesamt bedeutet das ein Plus von 11%, auf Deutschland beschränkt eines von 8,3%.
Doch trotz des positiven Ergebnisses deutet die schwache H/W-Nachordner an, wie es 2024 weitergehen könnte. Die Order für F/S 2024 und die bisherige Order für H/W 2024/25 deuten darauf hin, dass der ZR-Umsatz nächstes Jahr wohl wieder zurückgeht. Während für 2023 viel geordert wurde, waren die Abverkäufe enttäuschend, dementsprechend gebe es noch hohe Bestände und einen vorsichtigen Einkauf. Die Herausforderung für den Handels sei es jetzt, auch bei einem geringeren Ordervolumen ein abwechslungsreiches Angebot an neuen Schuhen zusammenzustellen.
Einen ausführlichen Bericht über den Rückblick auf 2023 und den Ausblick auf 2024 lesen Sie in der Ausgabe 10/2024 von schuhkurier.