Über 250 Besucher kamen an acht Orten zusammen, um sich rund um das Thema Digitalisierung zu informieren. Am 1. August 2017 wird laut Sabu eine Regionale Suchplattform für Schuhe an den Start gehen. Damit sollen sich für jedes Mitglied über eine gemeinsame Internetplattform zusätzliche Vermarktungsmöglichkeiten erschließen. Ziel sei in erster Linie nicht, E-Commerce zu betreiben, sondern stationär für mehr Frequenz zu sorgen und damit die Verbraucher in die Läden zu lotsen, so Sabu-Geschäftsführer Stephan Krug. Der Name der Plattorm ist vorerst noch ein Geheimnis.
Angebote für die digitale Welt
Der neue E-Business Manager Albrecht Kersten leitet das Projekt. Er präsentierte die wichtigsten Facetten der Regionalen Suchplattform, die durch über 1.200 Consumer Touchpoints die Stärken des stationären Handels auch online zur Geltung bringen soll. Jedes Sabu-Geschäft werde sich in der digitalen Welt mit der so genannten Digitalen Visitenkarte präsentieren, die alle wichtigen Unternehmensdaten, das Warenangebot, alle Serviceleistungen und aktuelle Bilder der Geschäfte enthalten wird. Optional könne die Visitenkarte durch die Anbindung eines aktuellen und EDI-fähigen Warenwirtschaftssystems zu einem digitalen Schaufenster ausgebaut werden, erklärte Kersten. Auf Wunsch gebe es zudem die ’Click & Reserve‘-Funktion. Weitere Ausbaustufen sind für die nächsten ein bis zwei Jahre geplant.
Über das Vermarktungskonzept der Regionalen Suchplattform informierte Andreas Rauscher, stellvertretender Geschäftsführer der Agentur BSS Brand Communication Sachse Gerlach GmbH. Mit einer dreistufigen POS-Konzeption werden die Sabu-Geschäfte demnach in ihrem stationären Umfeld sowie regional und überregional unter dem Motto ’Online entdeckt, hier gekauft‘ präsentiert und deren regionale Bekanntheit gesteigert. Anschließend erläuterte Melanie Gladbach, Expertin für soziale Medien beim Sabu, viel Wissenswertes zu ’Social Media – auf der Bühne der sozialen Medien auftreten‘. Im Sabu Händler-Intranet entsteht zudem aktuell ein Social-Media- Schulungsbereich.
Rechnungsportal startet 2018
Rechnung im PDF-Format und was die GoBD dazu sagt Der vierte Baustein in der Digitalisierungsstrategie der Sabu GmbH ist das Elektronische Rechnungsportal, Thema von Martin Gottfried, Warenwirtschaftsprofi bei der Verbundgruppe. Er führte den Händlern die Problematik von Warenrechnungen vor Augen, die über die Zentralregulierung abgerechnet und im PDF-Format per E-Mail ins Haus kommen. Deren Archivierung nach den Grundsätzen zur ordnungsmäßigen Führung und Aufbewahrung von Büchern, Aufzeichnungen und Unterlagen in elektronischer Form sowie zum Datenzugriff (GoBD) ist durch Ausdrucken, Abheften und das Speichern der Datei in einem separaten Ordner, durch den einzelnen Händler nicht zu leisten. Der Sabu wird deshalb in Zusammenarbeit mit der raw Rechen-Anlagen West in Kreuzau zum 1. Januar 2018 das Sabu-Rechnungsportal aktivieren. Ab diesem Zeitpunkt werden für alle Mitglieder Original-ZR-Rechnungen und ZR-Gutschriften direkt in das Rechnungsportal eingestellt und rechtssicher elektronisch archiviert.